Allon Sander referiert in der Morus-Sitzung

Lennestadt/Wenden..  Die jährliche Sondersitzung des Rates und Bürgerbegegnung zum Gedenken an den Lennestädter Stadtpatron Thomas Morus findet dieses Jahr am Mittwoch, 14. Januar, ab 18 Uhr statt.

Die Sitzung beginnt mit einer ökumenischen Andacht. Nach der Ansprache von Bürgermeister Stefan Hundt hält Allon Sander, Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland, die Festrede. Sander lebt in der Gemeinde Wenden, ist seit 20 Jahren für israelische Medien als Journalist in Europa tätig. In den Mittelpunkt seiner Festrede wird er das Thema Zivilcourage stellen, allerdings auch die falsch verstandene Zivilcourage. Und ist dabei ganz schnell bei derzeitigen Phänomenen wie Pegida-Bewegung. Es gebe Tendenzen, „dagegen“ zu sein – ohne jegliche Kenntnisse oder entsprechendes Wissen um Hintergründe. Sander: „Es werden andere Prinzipien negiert, ohne auf eigene zurück greifen zu können!“

Ob der mörderische Überfall in Paris nicht Wasser auf die Mühlen der Gegner weiterer Zuwanderung und wachsender Islamisierung bedeuten würden? Sander: „Es geht auch in diesem Fall nicht im Islamisierung oder um das Thema Migration.“ Doch bevor man voreilige Urteile abgebe, müsse man sich erst einmal über die wahren Fakten informieren.

Gelöbnis-Erneuerung

Zum Abschluss folgt die Erneuerung der Gelöbnisse von Bürgermeister und Stadtverordneten. Musikalisch begleitet wird die Veranstaltung von jungen Streichern der Musikschule Lennestadt/Kirchhundem Parkgelegenheiten stehen im Parkhaus „Hit“ zur Verfügung, das Parkhaus ist bis 22 Uhr geöffnet.