Ablehnung ist keine Alternative

Leserbrief vom 17. Januar zur Windenergie. Die gesellschaftliche Akzeptanz und die einschlägige Lobbyarbeit stehen in großen Teilen immer noch im Gegensatz zu den pragmatischen Notwendigkeiten der (alternativlosen) Energiewende.

Es steht außer Frage, dass Landschaftsschutz und Interessen der Bürger essenziell sind und dementsprechende Kommunikation seitens der Politik sowie aller Interessenträger stattfinden muss. Hier müssen individuelle Entscheidungen diskutiert und verbindlich festgelegt werden.

Die pauschale, nicht belegbare Ablehnung von sauberer Energie kann hier nicht die Alternative sein. Der sich permanent wiederholenden Parole der Nichtspeicherfähigkeit von Leitungsspitzen, hier der Windkraftwerke, kann nur erwidert werden, dass die „Power-to-Gas-Technologie“ nur der Anfang von innovativen, wirtschaftlichen Lösungen für eine gleichmäßige Verteilung im

Energienetz ist. Die Standardisierung von intelligenten, last- und leistungsgesteuerten Stromverteilnetzen ist eine weitere zukunftsweisende Lösung.

Kein Lobbyist der konventionellen Energieversorger oder der einschlägigen Politik würde zum Beispiel in Frage stellen, was und insbesondere wie viel es den Steuerzahler kostet, bis in nicht absehbare Zeit riesige Mengen grundwassergefährdendes Grubenwasser aus dem Untergrund des Ruhrgebiets zu pumpen. Hier stellt sich die Frage, ob eine zerstörte Landschaft und dessen hochgefährdeter Untergrund ein angemessener Preis für Jahrzehnte angehäufter, privatisierter Gewinne unserer Energieversorgung sein kann. Hier hat die Lobbyarbeit scheinbar sehr gut funktioniert.