95,5 Prozent für Dietmar Heß

Was wir bereits wissen
Die Finnentroper CDU steht geschlossen hinter ihrem Bürgermeister Dietmar Heß. Mit 84 von 88 abgegebenen Stimmen (95,5 Prozent) wählten die Mitglieder ihn am Mittwoch im Gasthof Schmitt-Degenhardt in Serkenrode auch zum neuen Bürgermeister-Kandidaten.

Serkenrode..  Die Finnentroper CDU steht geschlossen hinter ihrem Bürgermeister Dietmar Heß. Mit 84 von 88 abgegebenen Stimmen (95,5 Prozent) wählten die Mitglieder ihn am Mittwoch im Gasthof Schmitt-Degenhardt in Serkenrode auch zum neuen Bürgermeister-Kandidaten.

Intaktes Nervenkostüm

Die Entscheidung, noch einmal anzutreten, habe er sich nicht leicht gemacht, so Heß: „Ich habe mich schon gefragt, ob ich die Schlagzahl noch beibehalten kann und das Nervenkostüm habe, mich nach innen wie außen immer wieder durchzusetzen.“ Nach reiflicher Überlegung sei er zu der Überzeugung gekommen, dass er sich eine weitere Amtszeit zutraue: „Sonst stünde ich nicht vor Ihnen.“

Motivation sei aber nicht nur die Abwägung der Lasten gewesen, die das Amt mit sich bringe, sondern auch die Lust und Freude, weiter an der Entwicklung der Gemeinde mitzuarbeiten und dabei Menschen zu begegnen, die sich für einander engagieren.

Leichter gefallen ist ihm die Entscheidung wohl auch deshalb, weil er die Verwaltung gut ausgestellt sieht, namentlich in der Spitze. Gemeinsam mit Alois Weber, Ludwig Rasche, Josef Baußmann und Nina Klauke arbeite im Finnentroper Rathaus eine Führungsmannschaft, „die sich mit jeder anderen messen lassen kann“, so Heß.

Gute Leistungsbilanz

Die Leistungsbilanz der letzten sechs Jahre kann sich sehen lassen. Bahnübergang, Wiethfeld, Ausbau des Radwegenetzes, die Schullandschaft, Feuerwehr und Rettungsdienst, Musikschule, das alles seien Stichworte für positive Entwicklungen in der Gemeinde, „aber“, so der amtierende Bürgermeister und Kandidat, „mit Rückblicken gewinnt man keinen Wahlkampf“, es gelte, sich den Herausforderungen zu stellen. An erster Stalle nannte Heß den demographischen Wandel, auch wenn der möglicherweise nach jüngsten Studien nicht ganz so schlimm ausfalle, wie angenommen. Ziel aber müsse es sein, die Gemeinde kinderfreundlich und seniorengerecht zu gestalten. Auch die Wanderverluste müsse man im Auge haben und junge Menschen, die ihren Ortschaften für ein Studium den Rücken kehrten, dazu bewegen zurückzukommen.

Ein vermutlich konfliktträchtiges Thema wird in den nächsten Monaten die Schullandschaft sein. Dass Thema Inklusion und Entwicklungen in Nachbarkommunen machen Finnentrop auf diesem Gebiet das Leben schwer. Heß deutete an, dass er Streitfragen nicht kampflos zu den Akten legen wolle.

Heß nannte weitere Schwerpunktthemen einer neuen Amtszeit mahnte aber auch so etwas wie eine „Vision 2030“ an. Vieles gehe im Alltagsgeschäft unter: „Wir treiben jeden Tag eine andere Sau durchs Dorf, „und deshalb fehlt die Nachhaltigkeit.“ Es sei Zeit, sich zu fragen: „Wie wollen wir im Jahr 2030 in Finnentrop leben?“