8,50 Euro können erst der Anfang sein

1 Bürokratie beim Mindestlohn: Liegt die IHK richtig mit ihrer Kritik?

Jürgen Weiskirch: Der Mindestlohn sorgt dafür, dass weitere Meldungen abgegeben werden müssen. Der Aufwand in der Personalwirtschaft hat in den vergangenen Jahren allgemein zugenommen. Man muss sich fragen, steht der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen.

2 Ein weiterer Vorwurf: Viele Minijobber hätten jetzt weniger Geld, weil sie höhere Abgaben zahlen müssten.

Das ist Kokolores. Wenn jemand wegen der 8,50 Euro Stundenlohn über 450 Euro im Monat kommt, muss man die Arbeitszeit reduzieren oder aus der geringfügigen Beschäftigung eine sozialversicherungspflichtige machen.

3 Ist der Mindestlohn richtig und wichtig?

8,50 sind eine Untergrenze. Es muss noch weitergehen. Wer den Mindestlohn bekommt, hat im Monat etwa 1500 Euro brutto. Was das zum Beispiel später für die Rente bedeutet, dürfte klar sein. Sie reicht nicht zum Leben.