75 Euro Strafe für uneinsichtige Hundehalter in Bad Laasphe

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Bad Laasphe..  Die Stadt Bad Laasphe will in Sachen Hundehaufen stärker durchgreifen als bisher. In den vergangenen Wochen ist „dank der Courage einiger Bürger mehrfach ein Bußgeld von 75 Euro festgesetzt worden.“ Darauf verweist das Ordnungsamt in einer Pressemitteilung. Es gehe darum, einer „Brutstätte für Keime und Schmutz“, die in den vergangenen Monaten im Stadtbild zugenommen habe, zu begegnen. Offensichtlich setzt die Kommune dabei auch auf die „Mitarbeit“ aufmerksamer Bürger. In der Pressemitteilung appelliert die Stadtverwaltung an die Einwohner, „Zivilcourage zu zeigen und gegebenenfalls Hundehalter direkt anzusprechen. Letztlich könnte auch ein Hinweis an das Ordnungsamt im Rathaus ergehen, „wobei Vertraulichkeit zugesichert wird“.

Mehrere Hundetoiletten

Schließlich ständen im gesamten Stadtbereich mehrere Hundetoiletten, an denen dem Hundehalter kostenlos Hundetüten zur Verfügung gestellt würden, um die Hinterlassenschaften der Vierbeiner zu beseitigen. Das Gebot, den Hundekot in Eigenverantwortung zu beseitigen gilt, so das Ordnungsamt innerstädtisch für alle öffentlichen Wege, Plätze und Straßen - sowohl im Kernraum wie auch auf den Ortschaften.

Im Wiederholungsfall

Fachbereichsleiter Jürgen Pospichal bestätigte gegenüber unserer Zeitung das schärfere Vorgehen seitens der Verwaltung, verwies aber auch darauf, dass sein Amt Hundehalter zunächst auf ein Fehlverhalten anspreche, wenn sie Hundekot nicht entsorgten und erst im Wiederholungsfall ein Verwarnungsgeld - in der Regel 25 Euro - verhänge. Erst wenn sich der Hundebesitzer weiter uneinsichtig zeige, greife man auf ein Bußgeld von 75 Euro zurück. Pospichal: „In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass man mit dem erhobenen Zeigefinger nicht weiterkommt.“ Wegen der Hundehaufen auf öffentlichen Flächen hätten sich zunehmend Bürger beschwert. Gerade nach der Schneeschmelze sei das sichtbar geworden. Offensichtlich sind unter den Beschwerdeführern auch Landwirte. Denn deren umstrittene Argumentation, dass Hundekot bei Kühen und Schafen zu Krankheiten führe, wird von der Verwaltung übernommen.