70 Jahre aktiv im Chor

Berlinghausen..  Fantastische Lied- und Musikbeiträge, ein begeistertes Publikum viel Beifall und eine besondere Ehrung bestimmten am Sonntag das Bild in der Dorfgemeinschaftshalle Berlinghausen.

Der Männergesangverein hatte unter dem Motto: „Ein Leben voller Frohsinn und Gesang“ eingeladen. Im 95-jährigen Bestehensjahr trifft das Motto sicherlich auf einige der begeisterten Sänger zu, aber auf einen ganz besonders: Josef Clemens. Der Ehrenvorsitzende des MGV lässt seit 70 Jahren seine Stimme erklingen. Ein besonderes Jubiläum, das auf diese Weise besonders gewürdigt wurde. Die Sänger ließen mal wieder keinen Zweifel daran, dass sie ihr „Handwerk“ verstehen. Erst kürzlich erreichte der Chor in Altenhundem erneut den Meisterchortitel. So manches Mal gab das Ensemble mit weiteren hochkarätigen Chören eine Visitenkarte seines Könnens ab.

Das I-Tüpfelchen und den Gegensatz zu den gesanglichen Vorträgen des ausrichtenden Chores setzte das Quintett „Solo per divertimento“ dem Konzert auf und eröffnete den musikalischen Reigen mit dem „Divertimento“ von Joseph Haydn und „The Rose“ von Bette Midler. Das Gänsehautgefühl wechselte sich mit Freude ab. Im Mittelpunkt standen ausgewählte Werke, die zum Mitsummen animierten. „Wohlauf Ihr Gäste“, „Handwerkers Abendgebet“ und das „Seeräuberlied“ waren einige der Werke, für die der Männergesangverein lang anhaltenden Applaus erhielt.

Zu den Gästen im voll besetzten Saal zählten Bürgermeister Theo Hilchenbach und Sängerkreisvorsitzender Jürgen Kötting, die sich gerne die Zeit nahmen die langjährige Zugehörigkeit von Josef Clemens und das 95-jährige Bestehen zu würdigen. In seiner Laudatio griff Bürgermeister Hilchenbach das Motto des Konzerts auf und machte deutlich, dass ein Leben ohne Gesang trist, traurig, hoffnungslos, langweilig und einsam wäre.

Lauter Superlative

Ein singender Mensch sei in der Regel, laut Bürgermeister Hilchenbach auch ein fröhlicher Mensch. Bevor Theo Hilchenbach die Verdienste von Josef Clemens aufzählte gratulierte er dem 84-Jährigen zum Geburtstag und begrüßte seine Frau Hedwig. „Vor lauter Superlativen weiß man ja gar nicht, wo man anfangen soll“, schmunzelte das Stadtoberhaupt in Bezug auf das Vereins- und das Sängerjubiläum, sowie den zweiten „Meisterstern“. Josef Clemens dankte er für ein großartiges Lebenswerk“.