350 Jahre Tradition

Die Ratsvertreter erneuerten traditionsgemäß ihr Agatha-Gelübde.
Die Ratsvertreter erneuerten traditionsgemäß ihr Agatha-Gelübde.
Foto: Engel, Birgit
Was wir bereits wissen
Die Olper Stadtratsvertreter erneuerten in der St. Martinus-Kirche ihr Gelübde.

Olpe..  Olpes Bürgermeister Horst Müller und der Rat der Stadt erneuerten am Sonntag Morgen in der St.-Martinus-Kirche das Agatha-Gelübde in althergebrachter Form.

Seit 1665 folgt man in der Kreisstadt dieser Tradition - ohne Unterbrechung. Selbst in der Zeit des Nationalsozialismus, als dem Stadtrat die Erneuerung untersagt wurde, hielt man daran fest. Seinerzeit sprang der Kirchenvorstand ein.

Heiligenverehrung nicht von gestern

Der Leiter des Olper Pastoralverbundes, Clemens Steiling, betonte in der Martinus-Kirche, dass Heiligenverehrung keineswegs von gestern, sondern nach wie vor auch heute aktuell sei.

Es gehe immer um Menschen, die ein Dasein gelebt hätten, das über die Koordinaten des Lebens hinaus vorbildlich sei und Gelingen signalisiere. Ein Leben, dass man nicht machen könne, sondern das von Gott gegeben sei.

„Egal wie man sich anstrengt, wir brauchen Gottes sichernde Hand“, so Steiling. Vor diesem Hintergrund habe man das Agatha-Gelübde formuliert, dass in den Punkten Gebet, Fasten und Almosen seine Bedeutung hat: Das Gebet als ein Weg, auf sein Leben zu schauen und zu entdecken, was wirklich trägt. Fasten als Mittel, sich nicht im Vielerlei des Alltags zu verlieren. Almosen als Pflicht zur Solidarität und sozialen Gerechtigkeit. So beim Thema Integration und der damit einhergehenden Aufgabe, Menschenwürde zu ermöglichen und in diesem Sinn Lösungen zu gestalten, die möglich sind.

Gefolgt von Betstunden und der abendlichen Festpredigt von Monsignore Prof. Dr. Michael Menke-Peitzmeyer fand die „äußere Feier“ des Agatha-Tages mit der Prozession unter Begleitung des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Olpe mit Dirigent Michael Nassauer ihren Abschluss.