2500 Menschen müssen für die Bigge ihr Zuhause aufgeben

Olpe..  Auf großformatigen Tafeln im Foyer vor dem Ratssaal der Kreisstadt können sich Interessierte noch bis zum 31. Juli die Geschichte des Einstaus der Biggetalsperre und die versunkenen Ortschaften des Biggetals anschauen.

32 Brücken

Mehr als 2500 Menschen mussten bis 1965 für den Bau der Talsperre ihre Häuser und Wohnungen aufgeben. Für die meisten konnte in den neu erbauten Ortschaften Neulisternohl, Sondern-Hanemicke, Eichhagen und Stade ein neues Zuhause geschaffen werden. 4,4 km Bundesstraße, 14,8 km Landstraße, 18,2 km Kreis- und Gemeindestraßen sowie 31 km Randwege wurden neu gebaut. Für die neuen Verkehrswege war der Bau von acht großen Talbrücken und 24 kleineren Brücken erforderlich. Die Ausstellung „Das Versunkene Tal“ vermittelt einen Eindruck über das „alte Tal“, die Umsiedlungsmaßnahmen sowie die Arbeiten an der „Jahrhundert-Baustelle“ Biggesee. Sie umfasst Text und Fotomaterial aus der Quelle der Personenschifffahrt Biggesee, der Familie Keseberg, dem Zeitzeugen Willi Rüsche aus Rhode sowie aus vielen anderen Sammlungen und Archiven. Begleitet wird diese Ausstellung von mehreren Schautafeln des Projektes „Aqua-Plan-ING“ mit dem Thema „Wasser ist unser Leben“, das von der Projektgruppe Dumicketal in Kooperation mit der Universität Siegen entwickelt wurde.

Die Exponate sind zu den Öffnungszeiten des Rathauses Olpe frei zugänglich und befinden sich noch bis zum 31. Juli im Foyer der Ratsetage. Anschließend wird die Wanderausstellung im St.-Gerhardus-Haus in Drolshagen zu sehen sein.

Postkarten-Serie

Wer die Erinnerungen in Form der historischen Fotografien auch gerne mit nach Hause nehmen möchte, der kann das mit der anlässlich des Talsperren-Geburtstages erstellten Postkarten-Serie mit 24 historischen Motiven aus dem alten Biggetal und der Flurkarte als Poster mit dem Titel „Das versunkene Tal“ tun. Erhältlich sind die Jubiläums-Artikel unter anderem an Bord der Schiffe der Personenschifffahrt Biggesee, den Tourist-Informationen von Olpe und Attendorn sowie dem Bürgerbüro Drolshagen.