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2000 Bürger dürfen ihre Meinung sagen

09.03.2009 | 18:06 Uhr

Attendorn. Gut 2 000 per Zufallsgenerator ausgewählte Attendorner Bürger erhalten in diesen Tagen Post von der Stadtverwaltung. ...

... Inhalt des Schreibens ist ein Fragebogen zum Attendorner Einzelhandel, der in Zusammenarbeit mit einem auf Einzelhandelsfragen spezialisiertes Beratungsunternehmen aus Köln erstellt worden ist.

Die Stadt erhofft sich von der Bürgerbefragung, zukünftige Leitlinien für die Attraktivierung des Einzelhandelsstandorts Attendorn festlegen zu können. Die Innenstadt steht im Mittelpunkt der Befragung, da sie die wichtigste Einkaufslage darstellt und sich besonderen Herausforderungen stellen muss, die sich aus Entwicklungen im bundesweiten Einzelhandel, dem Wettbewerb der Region oder dem demographischen Wandel ergeben. Aber auch andere Einkaufslagen werden speziell im Hinblick auf die wohnungsnahe Versorgung untersucht.

Den Fragebögen ist ein frankierter Rückumschlag beigelegt. Die Auswertung erfolgt anonym. Die Stadt und die örtlichen Vertreter des Handels hoffen auf viele persönliche Meinungen und Einschätzungen der Menschen, die sich an der Befragung beteiligen. Da nicht alle 12 500 Haushalte befragt werden können, sind wir auf eine breite Unterstützung der zufällig ausgesuchten Personen angewiesen", hofft Wolfgang Hilleke, Leiter des Amtes für Bürgerservice, auf eine hohe Beteiligung.

Ziel der Befragung ist es, Informationen über das Einkaufsverhalten zu gewinnen. Die Bürger werden im Detail gefragt, an welchen Standorten sie bestimmte Sortimente bevorzugt einkaufen. Neben dem Einkaufsverhalten steht die Zufriedenheit der Bürger mit dem Attendorner Einzelhandelsangebot auf dem Prüfstand: Die Stärken und Schwächen der Einkaufsstadt sollen aus Verbrauchersicht aufgezeigt werden. Des Weiteren können Wünsche und Verbesserungsvorschläge zur Einkaufssituation geäußert werden.

Die Haushaltsbefragung ist nur ein Baustein bei der Erstellung des Einzelhandelskonzeptes. Um weitere Rückschlüsse auf das Nachfrageverhalten der Menschen und die Bedeutung des Einzelhandels ziehen zu können, werden die Bürger in den kommenden zwei Wochen in vielen Geschäften der Stadt nach ihrem Wohnort gefragt. So kann geklärt werden, welche Bedeutung die Kunden aus der Stadt, aber auch aus der Region haben. Zudem bekommen alle in Attendorn ansässigen Einzelhändler einen separaten Fragebogen zugeschickt und erhalten so ebenfalls die Möglichkeit, sich am Einzelhandelskonzept mit ihrem Fachwissen zu beteiligen.

Alle Ergebnisse werden durch das Kölner Beratungsunternehmen aufbereitet, in einem Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern des örtlichen Einzelhandels, der Politik und der Verwaltung sowie der Industrie- und Handelskammer, des Einzelhandelsverbandes und der Bezirksregierung, erörtert und fließen in das Einzelhandels- und Zentrenkonzept ein. Da mit dem Konzept möglichst nachhaltig auf die gestiegenen Anforderungen reagiert werden soll, sind mehrere Workshops mit Attendornern Händlern geplant.

Die Ergebnisse der Untersuchung werden nach der Befragung und der darauf aufbauenden Entwicklung eines umsetzungsorientierten Konzepts der Öffentlichkeit vorgestellt. Informationen zur Bürgerbefragung erteilen Ronald Müller, Tel. 02722/64318, und Wolfgang Hilleke, Tel. 02722/64236.

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