1976/C79/38

Die folgenden Zeilen sind nicht besonders objektiv, denn sie behandeln das nachstehende Thema aus der schlecht gelaunten Perspektive eines Unausgeschlafenen. Wer den Sonntagsdienst am letzten Sonntag im März gewinnt, erfährt die Segnungen der Zeitumstellung ganz unmittelbar.

Der erste Zeiträuber der Geschichte war Kaiser Wilhelm, der im Ersten Weltkrieg Kerzenwachs sparen wollte und deshalb 1916 die Sommerzeit einführte. Die Nazis versuchten es 1940 noch mal, vergaßen aber, die Uhr im Herbst zurückzustellen und schafften sie 1942 wieder ab. Bis 1949 verkündeten die Alliierten die „mitteleuropäische Hochsommerzeit“, in der Sowjetzone galt der mitteleuropäische Hochsommer sogar bis in den November. War damals kein Problem, die KPdSU konnte Sommer anordnen, war alles geplant. Das kann sie heute nicht mehr, aber dafür gibt’s die EU und die braucht keinen Plan, die hat Richtlinien: 1976/C79/38, 1976/C131/12 bzw. 1980/737/EWG.

Die sogenannten „Du-gehst-mir-auf-den-Wecker-EU-Richtlinien“.