14 Linden auf Friedhof an Windhauser Straße in Attendorn müssen gekappt werden
09.02.2012 | 14:27 Uhr 2012-02-09T14:27:00+0100
Attendorn.Auf dem ehemaligen katholischen Friedhof an der Windhauser Straße finden in dieser Woche im Auftrag der Stadt Attendorn umfangreiche Baumfäll- und Pflegearbeiten statt.
Wie der städtische Gärtnermeister Karl Schulte erläuterte, müssen auf dem alten Friedhof acht vom Ulmensterben, einer Pilzerkrankung, bei der die Wasserführung im Frühholz unterbunden wird und der Baum abstirbt, gefällt, die Wurzeln ausgefräst und im Frühjahr durch Neuanpflanzungen ersetzt werden.
Darüber hinaus müssen bei 14 der mächtigen alten Linden auf dem Friedhof die Kronen gekappt werden. Wie Karl Schulte erklärt haben die alten Bäume dadurch, dass ihre Kronen in der Vergangenheit bereits mehrfach komplett gekappt wurden, in Attendorn auch als „Bürgermeister Weber-Schnitt“ bekannt, gleich mehrere Probleme. Vorrangig, weil potenziell gefährlich, ist ein statisches Problem.
Bedingt durch das Kappen der Kronen, die immer wieder neu ausschlagen, haben sich mehrere mächtige Hauptäste gebildet, die den Baum mit ihrem Gewicht, etwa bei Sturm, spalten können. So vor einigen Jahren bei zwei Linden direkt am Hauptportal des Friedhofs geschehen.
Weiterhin besteht die Gefahr, dass sich Wasser in den Gabelungen sammelt und die Bäume dort zu faulen beginnen. Da man möglichst viele der alten Bäume auf dem Friedhof erhalten will, ist man zu den jetzt durchgeführten, optisch drastischen Pflegemaßnahmen gezwungen.
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