100 Jahre St. Margaretha

Ennest..  Ein rundes Jubiläum steht im neuen Jahr an: Die St. Margaretha Kirche wird 100 Jahre alt. Es soll ein Festjahr mit Konzerten, Vorträgen, Kirchenführungen und Filmen im Kirchenkino werden, das Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und die kirchlichen Vereinigungen ausgearbeitet haben. Höhepunkte des Festjahres sollen das Pfarrfest am 21. Juni und der Jubiläums-Festgottesdienst am 7. November, dem Weihetag vor genau 100 Jahren, werden.

Start am 16. Januar

Das Festprogramm beginnt mit dem Neujahrsempfang der Gemeinde am Freitag, 16. Januar. Auch ein Wiedersehen mit den ehemaligen Pfarrvikaren und Pastoren wird es an verschiedenen Samstagen in diesem Jahr geben. Zur Feier der Vorabendmesse kommen die Geistlichen Ludger Vornholz (21. März), Dr. Witold Szmigielski (18. April), Heinz-Dieter Steilmann (16. Mai), Christian Ritterbach (13. Juni), Johannes Insel (22. August) und Reinhold Theune (19. September). Die Gemeindemitglieder haben nach der Abendmesse die Gelegenheit zum Zusammentreffen im Pfarrheim.

Die Kirche ist eine Stiftung des Kölner Domkapitulars Professor Dr. Alexander Schnütgen, der am 24. November 1918 auf seinem Alterswohnsitz in Weuste bei Listernohl starb. Auch die Kirchen in Listernohl, heute von den Fluten des Biggesees bedeckt, Listerscheid und Lichtringhausen stiftete der Kölner Ehrenbürger seiner Heimat. Im Frühjahr 1914 wurde der Kirchenbau in Ennest begonnen.

Fertigstellung 1915

Durch den Ersten Weltkrieg wurden die Bauarbeiten erschwert und verzögert, so dass die Fertigstellung des Gotteshauses im Herbst 1915 erfolgte. Professor Schnütgen, ein Kunstkenner, besorgte auch die Innenausstattung von St. Ägidius in Hersel.

Der Hochaltar wurde zwischenzeitlich ausgelagert, aber die beiden Seitenaltäre stehen seit 1915 an gleicher Stelle. Ihre Entstehung wird mit Ende des 18. Jahrhunderts angegeben. Der Tabernakelaufsatz, der zuvor zu einem großen Hochaltar gehörte, ist etwas jüngeren Datums. In dem Seitenaltar befindet sich die barocke Skulptur der Kirchenpatronin, die Heilige Margaretha.

Einen ersten Seelsorger erhielt die Kirchengemeinde in Pater Simon Rosenhuber (SAC) aus dem Pallottinerkloster Osterseifen, Olpe. Am längsten war in Ennest Pfarrvikar Ferdinand Habbel tätig und zwar von 14. August 1952 bis zum 22. Mai 1974. Aufgrund des schlechten Gesundheitszustandes von Ferdinand Habbel wurde die Leitung und Betreuung am 1. März 1973 von der Muttergemeinde St. Johannes Baptist Attendorn übernommen.

Heute gehört man zum Pastoralverbund Attendorn. Die St. Margaretha-Kirche steht unter Denkmalschutz.