Olpe..  Mitreißender Jazz und Swing in außergewöhnlichem Ambiente wurde den Besuchern der Olper Jazznacht geboten. Gleich zwei Bands begeisterten die etwa 140 Gäste in der Stadthalle.

Den Auftakt der Veranstaltung, die längst mehr als ein Geheimtipp ist, machte die Gruppe „Tres Notas“: Das Trio Vitali Kellermann (Gitarre), Philipp Schneider (Drums/Percussions) und Christoph Dupont (Bass) ist stark durch die Musik des bekannten, spanischen Flameno-Gitarristen Vicente Amigo inspiriert.

Tres Notas untermalten die wundervolle Atmosphäre durch akkustische Gitarrenklänge, warme Bässe und rhythmische Percussions.

Nach viel Beifall und einer kurzen Pause betrat das Sextett „Blue Tunes“ die Bühne: Peter Hoberg (Piano), Karin Gante (Gesang), Oscar Kliewe, der für den beruflich verhinderten Alexander Reuber (Trompete) einsprang, Philipp Schneider, Christoph Dupont und Gitarrist Vital Kellermann.

Die Band spielte so genannte Standards im anderen Gewand. Balladen im Latin-Rhythmus, ein Swing im Reggae-Stil schienen einmal mehr wie zugeschnitten auf das Ensemble, das seine musikalische Schwerpunkte auch im Latin-Stil sieht. Karin Gante erklärte, dass sie gerne Lieder wie Geschichten erzählt. „Es ist mir eine Freude die Stücke zum Klingen zu bringen, auch, wenn es ältere Stücke sind“, erklärt Karin Gante. Für ältere Melodien haben „Blue Tones“ eben ein Faible. Einige Werke aus den 30er Jahren „Summertime“, „Love für Sale“ und „I love Paris“, mal anders interpretiert und mit sichtbarer Freude an der Musik dargeboten waren einfach hörenswert. Eines der Highlights im ausgewählten Programm war der Klassiker aus den 40er Jahren „Fly me to the Moon“, den Frank Sinatra anlässlich der Mondlandung von „Apollo“ in einer weiteren Fassung sang. Das musikalische Experimentieren der vor zwei Jahren gegründeten Formation hat sich gelohnt und die Band hat längst ihren eigenen akzentesetzenden Stil gefunden und setzt ihn erfolgreich um. nivo