Zweiter Frühling in Paris mit Tücken

Mit „Paris und die Liebe“ legt Ursula Hilberath den Lesern ein Buch ans Herz, dessen Titel den Eindruck erweckt, „hier würden viele bekannte Klischees zusammengeführt“, erläutert die Saarner Buchhändlerin, „im Gegenteil“.


Die 50-jährige geschiedene Lehrerin Catherine Tournant unterrichtet an einer Pariser Vorortschule. Als plötzlich falsche Gerüchte über sie in Umlauf geraten, nimmt sie sich erst einmal einige Tage frei. Diese wenigen Tage sollen ihr Leben grundlegend verändern. Denn sie lernt über einen jungen senegalesischen Handwerker auf Umwegen ihre große neue Liebe kennen. Trotz des unfassbaren Glücks ringt sie innerlich mit sich, mit ihrem Alter und ihrer Befangenheit.


Paris ist hier nicht der Ort süßer Romantik, sondern eine Großstadt, in der sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebenskonzepte und Hautfarbe zusammenfinden. Dieses Miteinander stellt sich als gar nicht so einfach heraus. Vorurteile und Ängste beherrschen auch hier das Leben. Aber die Liebe hat ihre eigenen Gesetze. Und plötzlich ist alles doch wie im Märchen. Eine zarte und nachdenkliche, sehr lebensnahe Liebesgeschichte: Pascal Morin „Wie man in Paris mit fünfzig die Liebe findet (und andere wichtige Fragen)“, übersetzt von Claudia Steinitz, Berlin Verlag, 16,99 Euro, ISBN 978-3-8270-1217-3.