Zwei Rehe zu Tode gehetzt

Wieder fielen Rehe wildernden Hunden zum Opfer: Zwei tote Tiere fanden Forstmitarbeiter kurz vor dem Jahreswechsel im Broich-Speldorfer Wald – offensichtlich totgebissen durch Streuner. Bereits Mitte August wurde nahe der Kölner Straße ein Rehbock von einem wildernden Hund zu Tode gebissen. „Das ist mehr als unverantwortlich“, sagt Stadtsprecher Volker Wiebels. Die Stadt macht auf die gesetzlichen Regelungen zum Führen von Hunden im Wald aufmerksam. Laut Landesforstgesetz dürfen Hunde im Wald außerhalb von Wegen nur an der Leine mitgeführt werden. Voraussetzung für das Freilaufen auf ausgewiesenen Waldwegen ist, dass der Hund jederzeit herbeigerufen werden kann und nicht ungehindert seinem Jagdsinn folgt. In Landschaftsschutzgebieten müssen Hunde auf den Wegen bleiben, in Naturschutzgebieten sind sie anzuleinen. „Wir setzen auf die Vernunft und Einsicht der Hundehalter und wissen, dass es sich um Ausnahmen handelt“, sagt Wiebels, der von „schwarzen Schafen“ unter den Hundebesitzern spricht. Solche Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße bis zu 50 000 Euro bestraft werden.