Zwei neue Bienenvölker summen im Garten von Kloster Saarn

Zwei neue Bienenvölker wurden am Wochenende von den Imkern Nicola und Klaus Fiß (li.) im Klostergarten in Saarn angesiedelt.
Zwei neue Bienenvölker wurden am Wochenende von den Imkern Nicola und Klaus Fiß (li.) im Klostergarten in Saarn angesiedelt.
Foto: Michael Dahlke
Die Insekten, die am heutigen Sonntag angesiedelt wurden, sind sanftmütig und fleißig. Zuschauer beobachteten, wie sie sich vor Ort einflogen. An die 100 000 Bienen sind jetzt im Klostergarten unterwegs.

Mülheim.. Es summt und brummt im Saarner Klostergarten schon seit Anfang 2013. Damals wurden im hinteren Teil des Geländes mehrere Bienenvölker angesiedelt. Der Standort - neben dem Kräutergartens - bietet den fleißigen Insekten nämlich ein vielfältiges Nahrungsangebot.

Ziel des Bienen-Projektes war und ist es, die jahrhundertealte Tradition der Zusammengehörigkeit von Klöstern, Kräutern und Bienen wieder aufleben zu lassen - und zu zeigen, „wie wichtig die Bienen für den Erhalt unserer Nahrungskette sind“, sagt Nicola Fiß, Hobby-Imkerin. Am gestrigen Sonntag nun kamen weitere Bienenvölker dazu, die von einem Züchter in Duisburg stammen und nach bestimmten Zuchtzielen herangezogen wurden. „Wir wollten Bienen haben, die sanftmütig sind, fleißig Honig produzieren, nicht so auf Menschen zufliegen und nicht so schwärmen“, erläutert Fiß.

An die 100.000 Bienen im Klostergarten

Weit über 20 Interessierte waren gestern zum Kloster gekommen, um zu beobachten, wie die Bienenvölker hier heimisch wurden. „Die Bienen fliegen sich an ihrem neuen Wohnort ein. Sie prägen sich das Gelände ein und merken sich genau, wo ihr Stock ist, damit sie immer wieder zurückfinden“, weiß die Imkerin, die die Zuschauer auch in die Bienenstöcke hineinschauen ließ. So konnten diese unter anderem sehen, wo die Königinnen sitzen, und wo der Honig zu finden ist (neuen Honig zu kaufen gibt es derzeit noch nicht).

An die 100.000 Bienen, so schätzen Nicola Fiß und ihr Mann Klaus, schwirren derzeit im Klostergarten herum. Angst müsse man vor ihnen aber nicht haben. „Sie belästigen die Menschen eigentlich nicht und stechen nur, wenn sie selber bedrängt werden.“ Denn: Hat eine Biene zugestochen, stirbt sie selber daran.