Zwangspause für das Kunstmuseum

Es vergeht noch viel Zeit, bis es soweit ist. Für Kunstfreunde ist es gleichwohl ein Schock: Das Kunstmuseum muss voraussichtlich ab 2017 ein bis maximal zwei Jahre lang für Sanierungsarbeiten komplett schließen. Das teilte Museumschefin Beate Reese in Kulturausschuss mit. Genaueres wird erst bekannt, wenn ein Planungsbüro die Arbeiten genau konzipiert hat. Die bisherige Aussage beruht auf einer Einschätzung des für die städtischen Immobilien zuständigen Amtes. Bei den Arbeiten geht es neben Anforderungen des Brandschutzes um die für den Bestand der Kunstwerke existenzielle Klimatechnik. Die Klimaanlage ist jetzt 20 Jahre alt, wurde vor ein paar Wochen noch einmal repariert, hat aber 2017 ausgedient. Für die Arbeiten hat der Rat in seiner letzten Sitzung des Jahres rund 8 Millionen Euro dafür bereit gestellt.

Für Reese sind die Investitionen existenziell, aber bitter zugleich. Denn gemeinsam mit ihrem kleinen Team ist es ihr gelungen, die Besucherzahlen kontinuierlich zu steigern, wichtige Beziehungen aufzubauen und das Haus auch überregional bekannt zu machen. Ist das Haus über ein Jahr lang geschlossen, würden sie bei diesen Anstrengungen einen deutlichen Rückschlag erleiden müssen.