Zusammenstehen
24.08.2009 | 09:00 Uhr 2009-08-24T09:00:00+0200In schwierigen Zeiten sollten die Menschen zusammenstehen - auch in Mülheim, wünschte sich OB Dagmar Mühlenfeld beim Bürgerempfang in der Stadthalle.
Noch habe die Krise Mülheim nicht voll erreicht, noch liege die Arbeitslosenquote bei 8,3 Prozent, einer der besten Werte im Ruhrgebiet. „Aber machen wir uns nichts vor, auch wir werden wohl mit steigenden Arbeitslosenzahlen zum Herbst und mit sinkenden Steuereinnahmen für den städtischen Haushalt rechnen müssen”, sagte Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld beim Bürgerempfang in der Stadthalle und appellierte an die rund 500 Gäste: „In solchen Zeiten ist nichts wichtiger, als zusammen zu stehen!”
Im Rückblick betonte die OB noch einmal den Wert der Fachhochschule für Mülheim. „Da wird es eines Tages unerheblich sein, wie ernsthaft, wie engagiert und gelegentlich auch wie aufgeregt alle politischen Repräsentanten um den optimalen Standort gestritten haben.” Zu den Erfolgen zählt die OB weiterhin den baldigen Baustart an der Ruhrpromenade, die neue Hauptfeuerwache und das Medienhaus. „Wir können zufrieden sein.”
Doch Sorgen bleiben: „Es fehlt an Vertrauen in Institutionen, in die Politik, in die Mitmenschen, in die Lehrer, die Kirche, die Wissenschaft, die Technik. Viele Menschen glauben nichts und niemandem mehr, wollen auf nichts und niemanden mehr bauen!” Da sei es gut, so die OB, dass es Menschen gebe, die Antworten auf drängende Fragen suchten, die sich einsetzten, engagierten: in der Bildung, in der Kultur, im Sozialen. Dieses Engagement beinhalte viel Zuversicht, so die OB.
Das RWW unterstützt seit Jahren dieses Engagement. Diesmal hieß die Aktion „Menschen machen's möglich”, sie wurde vom RWW und der WAZ getragen. Im Rahmen des Empfanges wurden drei Bürger besonders geehrt: Peter Michael Schüttler, Jürgen Deutschbein und Helga Jungnickel. WAZ-Leser hatten sie aus zehn Kandidaten ausgewählt. „Sie packen an, kümmern sich. Ohne Sie wäre unsere Stadt ärmer, weniger lebens- und liebenswert”, sagte Lothar Arnold, Geschäftsführer des RWW. Die zehn Kandidaten machten deutlich, dass die Gesellschaft nicht so kalt und egoistisch ist, wie sie oft beschrieben wird. Das Ehrenamt, so Arnold, könne auch der reichste Sozialstaat nicht ersetzen. ah

15:46
Damit musste leider rechnen, wer eine bestimmte Gruppe von Mülheimern kennt... Hoffentlich ist das nicht die Mehrheit - sonste sehe ich schwarz. Übrigens: schöner Artikel, so objektiv. Hat sicher auch damit zu tun, dass die WAZ an der Veranstaltung beteiligt war...
18:53
langsam wirds peinlich jede amtshandlung der oberbürgermeisterin einer wahlkampfveranstaltung gleichzusetzen...
17:42
Auch mal schön so eine Wahlkampfveranstaltung aus Kosten der Stadt!
Das passt gut zu den zufällig zuviel erhaltenen Adressen für die SPD-Wahlbriefe.