Zusammenleben funktioniert

Muss mehr für das Zusammenleben der Menschen im Stadtteil getan werden?

Da passiert doch schon viel, es gibt zum Beispiel das Stadtteilbüro und auch ein Bürgerverein hat sich ja gegründet. Die starke Konzentration von Menschen verschiedener Herkunft in bestimmten Vierteln macht ja manchen Leuten Sorgen. Aber ich finde: Das multikulturelle Zusammenleben gehört seit Jahren bzw. Jahrzehnten zum Stadtteil, es ist irgendwie selbstverständlich.

Eppinghofen hat nicht das beste Image, verglichen mit anderen Stadtteilen?

Eigentlich unverständlich, Eppinghofen muss sich nicht verstecken, das merkt man auch, wenn man mal Gäste durch den Stadtteil führt. Da gibt es schöne Stellen, der schlechte Ruf trifft in der Realität nicht zu. Auch die Sicherheit ist eigentlich kein Thema. Sicher, die Berichte über Gangs an der Eppinghofer Straße haben manchen Leuten Angst gemacht, aber es gab ja auch Polizeieinsätze, man hat sofort reagiert. Ich habe keine Bedenken, abends durch den Stadtteil zu gehen.

Wie sollten die Bezirkspolitiker vor Ort agieren?

Sie sollten präsent im Stadtteil sein, mehr als bisher in die Bevölkerung gehen, sich unter Leute jeden Alters mischen und mit ihnen auf ihre Art kommunizieren. Im Stadtteil geht es ja oft um ganz kleine Dinge – vermüllte Containerstandorte, gefährliche Ecken im Straßenverkehr, etc. – gerade auch darum muss sich Politik kümmern.