Zowislo soll alle Karten auf den Tisch legen
15.02.2009 | 13:10 Uhr 2009-02-15T13:10:00+0100
Der CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Stefan Zowislo fordert die Abberufung seines Parteikollegen und NRW-Wirtschaftsstaatssekretärs Dr. Jens Baganz und löst damit eine heftige politische Debatte aus.
Der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen SPD, Michael Groschek, forderte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) auf, dafür zu sorgen, dass sich Baganz "in seiner Regierung aktiv an der Aufklärung" beteilige und die "ganze Wahrheit" gestehe. Der ehemalige Mülheimer Oberbürgermeister müsse "alle Karten auf den Tisch legen, bevor sein Parteifreund Zowislo ihn entlarvt."
Die Mülheimer Bürger Initiativen, die auf ihrer Homepage ein ganzes Baganz-Dossier angelegt haben (http://www.mbi-mh.de/), richten einen detaillierten Fragenkatalog an Zowislo: "Da Sie in der Baganz-Zeit in Mülheim zu seinen engsten Mitarbeitern zählten, wissen Sie sicherlich Genaueres", vermuten MBI-Vorsitzender Hans-Georg Hötger und Fraktionschef Lothar Reinhard.
Die beiden MBI-Politiker wollem vom CDU-OB-Kandidaten wissen, wer die "korruptionsspezifischen Anhaltspunkte" seinerzeit "vertuscht" habe und warum Zowislo die Verdachtsmomente nicht früher aufgeklärt habe. Und sie stellen die Frage: "Was wissen Sie von Spenden durch Trienekens an Mülheimer Parteien, Personen oder Vereine im Vorfeld der Privatisierung von Müllabfuhr und Straßenreinigung ohne Vergabeverfahren?"
Der FDP-OB-Kandidat Christian Mangen ist der Auffassung, dass Zowislo "sein Wissen schon viel früher bekannt geben müssen". Das Thema Baganz zum Wahlkampf zu nutzen, hält er für falsch. Mangen: "Ich werde mich jedenfalls an Schlammschlachten nicht beteiligen. Auch Frau Mühlenfeld solte ersteinmal besonnen reagieren und nicht sofort nach juristischen Mitteln rufen. Ich wünsche mir einen sachlichen Wahlkampf, befürchte aber jetzt, dass mit Dreck nur so umsich geworfen wird."
Als CDU-Kreisgeschäftsführer hatte Zowislo Baganz 1999 zum Wahlsieg verholfen. Er galt als enger Vertrauter des Oberbürgermeisters. Zowislo wurde Leiter des Kommunikationsamtes und später Geschäftsführer der MST. Heute arbeitet er als Marketingchef der WAZ-Medienpruppe.
- Bericht: Baganz trat 2002 plötzlich zurück
- Bericht: Politische Belastung

10:16
sie regen sich alle so schön auf! prima, das macht es doch interssant.
was sind denn eigentlich die fakten:
zowieslo behauptet dinge zu wissen, die baganz stürzen sollen. gleichsam gibt es hier verstrickungen in die zeit um 2003 zu entsprechenden persönlichkeiten. was er genau weiss, will er noch nicht mitteilen.
das wars ja eigentlich, mehr ist nicht!
jetzt kann man nur zwei dinge tun:
am einfachsten ist es doch, erstmal abzuwarten, was er sagt. wird schon nicht so schlimm sein, da man ja ein reines gewissen hat und alles aufgearbeitet hat. netter nebeneffekt, der gegenkandidat zerstört sich und die cdu gleich mit.
unbequem wird es allerdings sein, panisch zu warten, was er wirklich alles weiss! kennt er wirklich alle schlimmen fakten, dinge die vertuscht werden sollten, zusammenhänge zu in amt und würden gebliebenen vertreter der kommunalpolitik und darüber hinaus? panik pur, hysterie und auswanderungsgedanken sind die folge, irrationale handlungen wie strafanträge etc. verstärken das gefühl, es sei was im busch. netter nebeneffekt für ihn, er räumt alle gegner in und extern komplett weg und ist der nächste bürgermeister, es sei denn, die wähler wenden sich den grünen zu.
ich bin ja mal gespannt, was da kommt. auch auf die frage warum gerade jetzt, hätte ich gerne eine logische erklärung...
15:32
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14:43
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11:26
Über die Frage, ob Zowislo davon ablenken will, dass er Königsmacher und rechte Hand von Baganz war, kann man ja streiten.
Interessant ist aber auch Folgendes: Zowislo spricht in seiner Presserklärung von Recherchen des Publizisten Werner Rügemer - eines Kapitalismuskritikers, der seit Jahren durch das ganze Spektrum linker Gruppen tingelt und seine Theorien feilbietet.
Und, siehe da: Ein anderer Journalist, nämlich David Schraven, von der linken TAZ inzwischen zur rechten Welt gewandert (und seit längerer Zeit schon eifrig damit beschäftigt, Zowislo publizistisch zu pampern - u.a. bei dessen Knallchargen-Auftritt auf der Expo) gibt auf www.ruhrbarone.de selbst zu, mit Zowislo über Baganz gesprochen zu haben. Und wiederholt dabei alle alten Vorwürfe gegen Baganz.
Zowislo ist ja selbst ein Medienmann, kennt beide Journalisten. Deshalb glaube ich: Die Enthüllungen werden nichts weiter sein als das Aufwärmen der bereits bekannten Vorwürfe durch Rügemer und Schraven, bei denen er sich unter Kollegen bedient. Über seine eigene Rolle werden wir wohl verdammt wenig zu hören bekommen.
Was wird wohl der Dank sein? Bekommt Schraven nun den Job des Wahlkampfmanagers, wo er sich doch mit üppigen Lobhudeleien wie Er (Zowislo) steht für Offenheit, Modernität und Aufbruch und gleichzeitiger Mühlenfeld-Kritik bereits so verdient macht? Ist das dann der nächste Königsmacher, der beim übernächsten Mal selbst antritt?
11:02
Also, lieber Schlittenhund, bei Herrn Zowislo ist das so: Fan von ihm ist man bestenfalls so lange, bis man ihn kennt - weil man ihn dann kennengelernt hat. Und wer noch nach Belegen für seine charakterlichen Defizite und seine mangelnde Arbeitsleistung verlangt, der kann ja mal im Netz nach WAZ-Mitarbeiterblogs suchen, die sich u.a. auch mit den grandiosen Arbeitsergebnissen des besagten Herrn Zowislo beschäftigen. Da bleibt keine Frage offen.
10:28
Ich bin überhaupt kein Zowislo-Fan, ich kenne den Mann ja gar nicht. Aber wenn er was zu sagen hat, was mal gesagt werden muß, dann laßt ihn doch.
09:57
Das Weltbild einiger Zowislo-Fans auf dieser Seite ist doch bedenklich eingeschränkt. Wieso ist man ein Soze, wenn man Zowislo für ungeeignet hält? Dann müssten etliche der CDU-Wähler oder gar Mandatsträger, die ich kenne, auch Sozen sein. Na ja, jeder Kandidat hat halt die Unterstützer, die zu ihm passen.
09:08
Man muss kein Soze sein, um Stefan Zowislo für eine Katastrophe zu halten - dazu reicht eine durchschnittliche Portion gesunden Menschenverstandes. Aber huskies taugen ja bekanntlich auch nicht zu Blindenhunden...
23:03
ach alberta, Ihr Sozen könnt es einfach nicht ertragen, wenn mal jemand eine Meinung äußert, die Euch nicht in den Kram passt. Aber warum so verbissen ? Eure OB ist doch sooo toll, die großen Strategen Wiechering und Esser führen Mülheim ins goldene Zeitalter und der Gegen-Kandidat ja angeblich völlig daneben und chancenlos.
Dann ist doch alles ok, was regt Ihr Euch denn so auf ?
23:02
# 44 alberta,
Meine Güte, schon wieder. Hast Du nicht noch einen Haufen Wahlplakate zu sortieren?
Sei froh, dass Rüdiger Oppers aus Moers kommt.