Wohnungen am Steigerweg werden wahrscheinlich modernisiert

In den Gebäudezeilen am oberen Steigerweg stehen seit Jahren etliche Wohnungen leer. Alle verfügen noch über Nachtspeicherheizung.
In den Gebäudezeilen am oberen Steigerweg stehen seit Jahren etliche Wohnungen leer. Alle verfügen noch über Nachtspeicherheizung.
Foto: Fabian Strauch Photography / WAZ
Was wir bereits wissen
Die Eigentümerin Vivawest hat noch nicht endgültig über das weitere Vorgehen entschieden. Beginn der Arbeiten wäre frühestens zum Jahresende.

Winkhausen.. „Es gibt nur Gerüchte. Zum Beispiel, dass abgerissen wird“, sagt eine Mieterin mit Blick auf die Gebäudezeilen am oberen Steigerweg. In und an den Häusern mit Nummer 4 bis 18 fallen seit langem Renovierungsstaus und Leerstände ins Auge. Die Vivawest Wohnen GmbH als Eigentümerin hatte seit Winter 2013 mehrmals erklärt, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen. Sowohl Sanierung käme in Betracht als auch Abriss und Neubau. Passiert ist bislang jedoch nichts. Der Stadt liegt derzeit kein Bauantrag vor.

Mittlerweile scheint es so, dass die 1953 errichteten Häuser stehen bleiben. Eine endgültige Entscheidung sei zwar noch nicht getroffen, teilte eine Unternehmenssprecherin jetzt auf Anfrage mit. Geprüft werde aber „vorrangig die Option einer umfassenden Modernisierung“. Längst geschehen ist dies bei den Häusern Nummer 11 bis 29 auf der gegenüberliegenden Straßenseite, die ebenfalls zum Vivawest-Bestand gehören und vor rund zehn Jahren kernsaniert wurden.

Verbliebene Mieter erhalten möglicherweise Ersatzwohnungen

Die Sprecherin der Gesellschaft, die in Mülheim mehr als 1 360 Mietwohnungen besitzt, betont daher: „Das Quartier Winkhausen weist eine hohe Attraktivität auf, so dass wir auch die Objekte Steigerweg 4 bis 18 nachfragegerecht und zukunftsorientiert weiterentwickeln wollen.“ Hierfür seien detaillierte Planungen und längere Vorlaufzeiten nötig, „die selbstverständlich umfangreiche Informationsgespräche mit allen Mietern beinhalten“. Bauarbeiten könnten frühestens Ende 2015 beginnen.

Möglicherweise werden den verbliebenen Mietern dann Ersatzwohnungen angeboten. Viele sind es ohnehin nicht mehr. In ihrem Haus stünden zwei von vier Einheiten leer, nebenan sogar drei, sagt eine Frau, die nach eigener Aussage seit zehn Jahren hier lebt und von einigen störenden Mängeln berichtet, etwa häufig überschwemmten Kellern. Instandhaltungsmaßnahmen würden allerdings betrieben, so habe sie noch vor einigen Wochen eine neue Nachtspeicherheizung bekommen, auch die Kabelanlage sei kürzlich erneuert worden.