„Wohnen im Dichterviertel“ bald am Ziel

Rund um die gerettete Direktoren-Villa der Ruhrtaler Maschinenfabrik (die NRZ berichtete) ist seit Jahren ein großes Wohngebiet in Planung. Schon die Gagfah, von der der Mülheimer Wohnungsbau das Areal vor gut zehn Jahren übernommen hatte, plante dort ein allerdings hochverdichtetes Wohngebiet, das in dieser Form nicht mehr zeitgemäß ist.

MWB plant hier 48 zweigeschossige Wohnungen (plus ausgebautes Dachgeschoss), die sich wie an einem Band durch die 1,2 Hektar große autofreie Fläche ziehen. Dabei sind unterschiedliche Haustypen (147 Quadratmeter) vorgesehen. Das ganze Areal ist unterkellert, hat Zu- und Abfahren an der Scheffel- und der Bruchstraße sowie drei Zugänge für die Anwohner. Unabhängig vom Grunderwerb möchte die Genossenschaft beim Projekt „Wohnen im Dichterviertel“ rund 12 Millionen investieren. Die Altlastenfrage ist hier inzwischen geklärt. Vorstandschef Frank Esser geht davon aus, dass die Politik in der zweiten Jahreshälfte für Baurecht sorgt, so dass möglicherweise noch in diesem oder Anfang nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden könne. Das ist auch abhängig von anderen Projekten der Genossenschaft. Mit dem Ruhrquartier, den Gartenhöfen Saarn, dem DRK-Hilfezentrum und weiterer Projekte hat die Genossenschaft derzeit gut zu tun und steht auch als Partner für weitere Großprojekte bereit, wie etwa den Umbau des Kaufhofs in eine Seniorenresidenz. Für den Bau des Wohngebietes am Dichterviertel sind jedenfalls 27 Monate Bauzeit geplant. Der Bezug wäre demnach wohl Anfang 2017 möglich. Die Innenstadt ist gerade einen Kilometer entfernt.