Woher die Mittel?

Büro- und Gewerbepark. Seit 1975 verfolge ich teils amüsiert, teils verärgert, wie Mülheimer Politiker alle paar Jahre das Thema Flughafen hochkochen. Jetzt ist es zur Abwechslung der Gewerbepark. Der 2009 mehrheitlich beschlossene Bebauungsplan H17 spiegelt im Wesentlichen den preisgekrönten Architektenentwurf eines repräsentativen Büro- und Gewerbeparks wider, wie er 2005 den Bürgern präsentiert worden war. Dagegen enthielt der erste Entwurf eines Bebauungsplans diverse Passagen, die der Stadt einen Freibrief erteilten, in weiten Teilen erheblich von den ursprünglichen Plänen abzuweichen. Die Mehrheit der Ratsmitglieder hat die Einwände von etwa 5000 Bürgern ernst genommen und den Plan abgelehnt. Einige Fragen zur Sache: 1. Warum flugaffines Gewerbe, wenn es einen Schließungsbeschluss für den Flughafen gibt? 2. Ist der Park noch als repräsentativ zu bezeichnen, wenn dort Logistik im größeren Maße stattfindet, und welchen Stellenwert haben eigentlich die Anwohner? 3. Woher nimmt die Stadt, die angeblich kein Geld hat, um eine (fast) geschenkte Sporthalle zu betreiben, die erheblichen Mittel, um die notwendige Infrastruktur – neue Straße, Parkplätze, Grünflächen, Kampfmittelräumung usw. – zu schaffen?