Wodo will nur weiterspielen

Das Durchatmen nach der für Künstler traditionell arbeitsintensiven Adventszeit währte nur kurz: Am gestrigen Sonntag absolvierte das Wodo-Puppenspiel mit „Tante Nudel, Onkel Ruhe und Herr Schlau“ schon wieder eine Aufführung im Ringlokschuppen.

Auf dem soeben veröffentlichten Spielplan für das erste Quartal 2015 steht eine bunte Mischung verschiedener Stücke aus dem großen Repertoire des seit nahezu 32 Jahren aktiven Figurenkünstlerpaares Dorothee Wellfonder und Wolfgang Kaup-Wellfonder. Mit einer neuen Inszenierung ist erst wieder nach Ostern zu rechnen: Voraussichtlich im April soll „Lotta zieht um“ nach dem bekannten Buch von Astrid Lindgren Premiere feiern.

Nach den Turbulenzen um die Zukunft des Ringlokschuppens, in dem das Wodo-Puppenspiel seit rund elf Jahren ansässig ist, blickt Wolfgang Kaup-Wellfonder nun offensichtlich wieder beruhigter ins neue Jahr. In dieser Woche will er sich aber bei den für Kultur zuständigen Stellen in Mülheim persönlich erkundigen, „ob es auch wirklich weitergeht mit dem Ringlokschuppen. Denn bisher wissen wir dies nur aus der Presse.“

Einen formellen Mietvertrag für die Räumlichkeiten besäßen sie nicht: „Es gibt nichts Schriftliches, sondern nur die Zusage der Stadt, dass wir hier mietfrei spielen können.“ So wie es zuvor 13 Jahre lang im Kammermusiksaal der Stadthalle möglich gewesen war. Die Kosten trägt der Kulturbetrieb.

Sobald die Perspektive geklärt ist, will das Wodo-Puppenspiel auch den geplanten Umbau des Raumes im Ringlokschuppen angehen, der ansteigende Sitzreihen erhalten soll. Das Geld ist, dank einer Sparkassen-Spende, vorhanden, „aber frühestens zu Ostern oder in der Sommerpause können die Handwerker anfangen“, schätzt Kaup-Wellfonder.