Wirrwarr um Zuständigkeiten für saubere Ruhr-Ufer in Mülheim
13.08.2012 | 18:10 Uhr 2012-08-13T18:10:00+0200
Mülheim. Die Ufer der Mülheimer Ruhr sind stark verschmutzt. Für die Sauberkeit herrscht ein Wirrwarr an Zuständigkeiten: Stadt und Grünflächenamt, Ordnungsamt, Amt für Verkehrswesen, Sportservice, RVR und RWW. Bei Beschwerden sollten sich Bürger zuerst an die Bürgeragentur wenden.
Jeder Ruhr-Besucher hat sich sicherlich innerlich oder auch lautstark schon einmal über vermülltes Wasser, vollgesprayte Wege, überquillende Mülleimer oder versaute Grünflächen aufgeregt. Wer macht so etwas und warum? (Man zählt sich ja selber nie dazu) Wer ist dafür zuständig, den Dreck zu beseitigen? Und wie können weitere Verschmutzungen vermieden werden? Diese und ähnliche Fragen stellen sich Bürger, Pädagogen, Landschaftswächter, Politiker, städtische Mitarbeiter und Firmen, die tagtäglich Abfall beseitigen und Schäden reparieren.
Zudem herrscht an der Ruhr ein Wirrwarr an Zuständigkeiten. Da ist die Stadt mit Grünflächenamt, Ordnungsamt , dem Amt für Verkehrswesen und der Mülheimer Sportservice, der RVR und die RWW gefragt – der Naturnutzer sollte sich für Hinweise und Beschwerden in jedem Fall an die Bürgeragentur wenden, die alle Anliegen zielgenau und auf Wunsch anonym weiterleitet.
Müllbeseitigung
Nach sonnigen Wochenenden quillt der Müll aus übervollen Mülleimern oder liegt weitläufig verteilt um die Tonnen herum. Gerne werden zu Recht die Vögel, allen voran die Krähen, für die Verunreinigung verantwortlich gemacht. Gierig auf Essensreste picken sie Tüten und Grillschalen aus den Eimern, um noch ein wenig von der begehrten, wenig artgerechten Nahrung zu ergattern. Es ist auch offensichtlich, dass manche Passanten ihren Müll ungehemmt nach dem Motto: „Da liegt er gut, wird ja abgeholt!“ neben den Eimern entsorgen.
Peter Schumacher vom Grünflächenamt erklärt, dass die Mülleimer entlang der Ruhr und die Fläche im Umkreis von 10 Quadratmetern einmal wöchentlich von einer Firma im Auftrag der Stadt geleert werden. Von alternativen Mülleimertypen, halbgeschlossen oder geschlossen, verspricht er sich keine Besserung. „Die Vögel gewöhnen sich nach kurzer Eingewöhnungszeit an die Eimer mit kleinerer, seitlicher Öffnung. Bei Eimern mit fest geschlossenem Deckel befürchtet er, dass sich die Menschen nicht die Mühe machen, die Deckel zum Müllabwurf zu öffnen. Über die Frage nach Rückbau der Mülleimer nach der Devise: „Nehmt euren Müll wieder mit nach Hause!“ liegt nach Meinung des städtischen Mitarbeiters die Entscheidung bei der Politik.
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21:16
Mal zwei Beispiele:
Raucherkneipen. Da wird ein relativ kulantes Gesetz geschaffen. Teile der Wirte halten sich daran, andere pfeifen drauf. Wie hoch ist wohl die Wahrscheinlichkeit, daß ein Ordnungsamt das konrolliert. Also: Generelles Verbot - also einfache Handhabung, schneller Prozess.
Blitzmarathon. Unter dem Deckmantel der Verbesserung der Verkehrsicherheit wird mit großem Tam-Tam der "Raser" mit 35 k/mh in der 30er-Zone erwischt,aber die Halbgescheiten auf den Autobahnen oder Rennen- fahrende Halbstarke haben das ganze restliche Jahr Narrenfreiheit. Kontrolliert ja keiner. Gerade nachts.
Wenn Polizei und das Ordungsamt mehr Päsenz zeigen würden, zu entsprechenden Zeiten an den bekannten Orten, wäre das Problem doch einfach zu lösen. Nicht um zu vertreiben, nur um zu kontrollieren. Höflich und freundlich. Und nicht mit Hubschrauber, Hundestaffel und Einsatzhundertschaft.
In Kommunen mit Haushaltssanierung wird bzw wurde bereits Personalabbau beschlossen - und dies trifft auch den Ordnungsdienst - also nichts mit verstärkten Kontrollen und Mehreinnahmen für die Kommunen.
Unter dem gleiche Deckmantel werden die Kontrollen im fließenden und stehenden Verkehr erhöht - aber in den Stadtgebieten (nicht überörtlich) - also eher in Spielstraßen, Tempo-30-Zonen: bringt schnellen finanziellen Erfolg
Und die Polizei bekommt auch andere Aufgaben - so konnte man doch dieser Tage lesen. Wer keine Zeit für die Aufnahme von Unfallschäden hat (auch viele Blechschäden sind heutzutage nicht klar in der Abwicklung) hat, wird sich doch nicht an die Autobahn stellen. Solange Großaufgebote der Polizei für die Begleitung von Veranstaltungen abgestellt werden - bleibt keine Zeit für anderes
Was fehlt ist der Schupo von früher, der in seinem Ortsteil Präsenz zeigte.
ist doch für Ordnung da. Heutzutage sogar als Dienstleister, als Service für den Bürger. Teuer bezahlter Service. Aber wer arbeitet schon gerne, wenn andere frei haben und die Freizeit genießen. Wochentags Knöllchen verteilend herumzuschlendern gefällt da schon eher. Mit angelernten, gut bezahlten Hilfskräften in Uniform. Das Personal ist da, nur hat das Ordnugsamt keinen eigenen Hubschrauber um ein paar lautstarke (uhhh - die urinieren) Jugendliche zu vertreiben.
"Wochentags Knöllchen verteilend herumzuschlendern gefällt da schon eher. Mit angelernten, gut bezahlten Hilfskräften in Uniform."
Sie finden einen Euro in der Stunde gut bezahlt?
20:44
Es zeíchnen sich 2 Grundprobleme ab:
1. Menschen jeglichen Alters handeln ohne Rücksicht auf ihre Mitmenschen - ob gedankenlos oder bewusst - sie stören, feiern wild, vermüllen öffentliche und private Flächen, halten sich nicht an Regeln/Verbote............
2. es gibt keine klare Zuständigkeiten - das heißt Bürger, denen ein derartiges Verhalten auffällt, die sich daran stören oder die dadurch geschädigt werden, haben keinen Ansprechpartner im öffentlichen Bereich an den sich sich wenden können
Zu 1. ist jeder Einzelne gefragt, in seinem privaten Umfeld Einfluss zu nehmen.
Zu 2. ist die Verwaltung gefragt dem Bürger klare Ansprechpartner in der Verwaltung oder bei Dritten zu benennen, die (Ab)Hilfe bieten
Beides ist leistbar - mit Arbeit und Engagement verbunden.
19:38
Mein lieber Baumjohann,
es ist bei dir immer das gleiche: Freiheit, Freiheit schrein und dabei vergessen, dass die Freiheit des einen da aufhört, wo die des anderen beginnt...
Es geht nicht darum Jugendliche zu vertreiben, im Gegenteil es betrifft auch etliche Jungerwachsene, die mit Autos (von Papa) an den genannten Stellen auch noch auf dicke Hose machen. Ausserdem ist das Hauptproblem der Müll und die unkontrollierte zusch...erei von Sondernutzungsgeländen, die von den Vereinen, als Mieter, sauber gehalten werden müssen. Man muss auch erkennen, wenn Feten aus dem Ruder laufen und gegensteuern statt nur nach "Freiheit" zu schreien und wenn das nur ein paar Ausnahmen betrifft, wieso bekommt die Clique das dann nicht selber in den Griff?
Warum meinen Sie eigentlich, dass ein solcher Artikel der Wahrheit entspricht? Ich kenne mindestens die Hälfte der Jugendlichen, die sich dort aufhalten, kenne deren Elternhäuser und weiss, dass sie ihren Müll wegnehmen und eine gute Erziehung geniessen.
Dieses Foto ist gestellt, das sieht jeder. Allerdings geht es doch hier nicht um den Müll, oder? Hier schreien so viele, die aus welchen Gründen auch immer, diese Ansammlung von jungen Menschen missfällt. Es sind nicht die Nutzer oder Anwohner, sondern zufällig vorbeikommende Passanten, die sich dann gestört fühlen. Warum nur, belagerte man doch seinerzeit die Schloßstraße, den Löwenhof, die Freilichtbühne oder den Berliner Platz ebenso. Wer hat die Kippen seinerzeit weggefegt, die Hinterlassenschaften entfernt? Ihr? Wohl kaum!
Wie gesagt, ich vermisse Lösungen. Wie wärs mit einem Aufstellen eines Müllcontainers dort? Gleiches gilt für den Witthausbusch, wo die Eimer viel zu klein sind und am WE überquellen, weil nicht geleert wird.
19:26
Die verschiedenen, zuständigen Stellen sollten sich ganz fix um ihre Zuständigkeiten kümmern. Ansonsten wird außer neuen Müllhaufen und Vandalismus an Bäumen und Sträuchern nicht viel passieren -;-
Am Vatertag dieses Jahres fiel mir extrem auf wie "flach" die Feiernden bestückt sein müssen. Es fehlte an Grillkohle - was solls, reißen wir eben Zweige von den Büschen und verheizen diese. Überhängende Zweige der Bäume am Platz wo Fußball gespielt werden kann, wurden brutal abgerissen, durch anhängen zweier Personen und nach dem Abbruch in die nahen Sträucher entsorgt. Aber, eine zuständige Stelle gibt es nicht, die reißen sich ja noch um die Zuständigkeit.
18:20
Sie haben völlig Recht, es handelt sich um ein Generation-übergreifendes Problem. Das fängt schon bei der weg geworfenen Zigarettenschachtel an, und hört mit dem Endlagern von Müll auf. Und ob auf alle Eingaben eingegangen wird ist auch fraglich. Hier hilft nur ständiges nachfragen.
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18:02
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Mein Kommentar #12 hat sich erledigt, Danke!
17:02
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ich nicht - heiße nicht Thomas, bin keine Oma,....
war wohl ein Sensibelchen.
Es ist aber ein Wunder, dass Sie @wohlzufrieden zustimmen. Doch hoffentlich nur in Teilen.
Was verstehen Sie denn unter drastischen Strafen - Oma 2 Jahre in Haft für Entenfüttern? (Herr Putin lässt grüßen). Vielleicht reichte der Oma schon die Diskussion mit dem Enkelkind. Meines Wissen gibt es einen Ordnungsgeldkatalog - wenn dieser tatsächlich öfter angewandt wird (durch den Ordnungsdienst) wären wir ein Stück weiter - die Polizei ist nicht für alles zuständig. Bei Jugendlichen hilft ein Vorleben und Anleiten (bei manchen Familienverhältnissen wohl schwierig, aber das Umfeld ist ja nicht nur Familie).
Bei dem "Müllfall" mit mehreren hundert Leuten sollten sich die Verursacher wohl feststellen lassen - dies ist aber doch nicht der Normallfall. Bei bekannten Locations kann dann die Polizei (in schweren Fällen) auch Platzverweise aussprechen.
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15:51
@lospolloshermanos - ob sie es glauben oder nicht. Vor zwei Wochen hatte ich einen freien Freitag und morgens gegen 9h sind mit tatsächlich 2 Polizisten auf Rädern am Leinpfad begegnet.
Laut meiner Frau sollen es sogar bis zu 25 Radpolizisten geben soll im Präsidum Essen/ Mülheim. Kurios war auch, dass die beiden von Kettwig kommend an der Mendener Brücke kehrt gemacht haben, anstatt den Leinpfad zu kontrollieren wo kein Radfahren erlaubt ist oder mal einen Blick auf die anderer Ruhrseite zu werfen ob da am Entenschnabel wieder illegal geangelt oder gezeltet wird.
Ganz sicher nicht im Polizeipräsidium. Sparzwang und Kuscheljustiz. Und naturlich nicht zu vergessen: Kirchturmdenken. Ganz oben wie ganz unten. Daher kommt das nämlich mit dem "geht mich nichts an".
Ist es also die Schuld der Jugendlichen? Oder eher doch die derjenigen, die ein gutes Vorbild sein sollten. Irgendwoher muss sowas ja kommen: Ignoranz, Arroganz und blinde Zerstörungswut.
Sie müssen mir mal irgendeinen Beweis für einen Mülheimer oder Essener Fahrradpolizisten liefern. Ich finde da nix... dirk7603
15:37
Es ist ja schön zu wissen, wer für die Beseitigung der Schäden/ des Mülls so alles zuständig ist.
Zuständig für die Verhinderung und/ oder Bestrafung ist anscheinend niemand. Ich kann mich z.B. nicht daran erinnern, mal einen Polizisten auf dem Rad oder zu Pferd in einer Grünanlage gesehen zu haben. Und ganz bestimmt nicht abends oder am Wochenende. Würde man konsequent kontrollieren und die Personalien aufnehmen, immer mit dem Hinweis warum dies geschieht und welche Strafen drohen, sollte es doch auch oder gerade bei 15 bis 18-jährigen ankommen, daß man nicht alles machen darf, worauf man so Lust hat. Aber ohne Kontrollen - wo kein Kläger ist kann auch kein Richter sein.
14:54
@Pase_Lacki
hier geht es nicht um auffälliges Verhalten auf öffentlichem Raum.
Die Stege, sowie deren Besitzer, die Vereine werden massiv betroffen.
Müll bleibt genauso liegen wir die Notdurft der Jugendlichen auf dem Vereinsgelände.
wie gesagt: Wenn es nicht der Steg ist, ist es die Müga, der Witthausbusch, der Ruhrstrand, die Freilichtbühne... Überall gibt es jemanden, dem die Jugendlichen nicht passen. Hier wird zwar immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht nur um das schlechte Verhalten einer bestimmten Gruppierung geht, aber was hier in letzter Zeit abgeht ist unfassbar. Ich sage nur Hundertschaften im Witthausbusch. Kann man auch Hexenjagd nennen, sowas...
Mich würden mal Vorschläge interessieren, wo sich die Jugendlichen hier in mülheim denn noch aufhalten dürfen und wie? Wie die drei Affen?
@baumjohann - sie wissen aber schon, dass es sich im Witthausbusch um mehrere hundert Personen gehandelt hat. Sie haben schon mitbekommen, dass es dort ein Schlachtfeld war und bitte nicht mit der Ausrede kommen, es wäre ja alles aufgeräumt worde - wird an dem Steg ja auch nicht.
Komisch das sie der einzige User sind, der die Jugendlichen komplett in Schutz nimmt. Es gibt genügend Ecken in Mülheim wo man Feiern kann - MüGa, Ruhrstrand, Witthausbusch, Freilichtbühne, Stadthalle etc. das haben wir doch früher auch so gemacht. Es kommt halt darauf an wie man sich benimmt!
Die Jugendlichen vermüllen ja nicht nur aus Spass an der Freude. Es ist eher so, dass da von der älteren Generation zu wenig kommt und jeder denkt, dass irgendeiner den Müll schon weg räumt. Wird ja auch gemacht - der besagte Steg ist nach zwei Tagen vom Dreck befreit und die Sache geht wieder von vorne los.
woaaahhhh, Schlachtfeld!!!! Der war echt gut...
"Mit Schlachtfeld wird die geographische Örtlichkeit einer kriegerischen Auseinandersetzung bezeichnet, der Kampfplatz" (Wiki)
Und wenn ich der einzige bleibe, der die Jugendlichen in Schutz nimmt, so ist dann nicht weniger notwendig und vor allem nicht falsch. Scheint ja keiner sonst jemals jung gewesen zu sein und sich ein wenig Empathie bewahrt zu haben. Ich wette, Sie waren selbst gar nicht vor Ort und springen einfach mal auf den bashing Zug auf, gell?
Das Foto ist sowas von gestellt, unfassbar schlecht!
@baumjohann - Wikipedia entbindet sie nicht vom Hirn einschalten.
Ihr Kommentar ist Realitätsverweigerung. Vielleicht sind sie auch einfach nicht des lesens und verstehens mächtig wer weiss das schon.
Und ja ich war nicht dabei - habe aber die Bilder gesehen und da war die komplette Wiese vermüllt. Ok, wenn das gestellt war von der Polizei dann aber Hut ab.
Aber wissen sie was - genau so Typen wie sie fühlen sich komischerweise Angesprochen und verweigern jegliche zielführende Diskussion.
Ach, sie können so schön beleidigend sein. Das geht immer, drauf hauen, ohne konstruktiv zu sein. Verbote, Beschimpfungen und Behauptungen ohne Lösungen. Wenn es nicht weiter geht, dann eben beleidigen. Tolle Diskussionskultur, die Sie da haben. Eigentlich großer Müll, nur wer räumt den jetzt weg? Löschen sie Ihren Mist selbst oder bleibt der liegen?