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Weniger Förderung für Neubau der Mülheimer Thyssenbrücke

06.01.2016 | 18:43 Uhr
Weniger Förderung für Neubau der Mülheimer Thyssenbrücke
Die Thyssenbrücke ist seit Jahren marode. Es gelten schon erhebliche Verkehrsbeschränkungen.Foto: Fabian Strauch

Mülheim.   Das Land schießt nur gut 4,1 Millionen Euro für den Neubau der Thyssenbrücke in Mülheim-Styrum zu. Die Stadt hatte mit einer Million mehr gerechnet.

Der Neubau der Thyssenbrücke in Styrum wird die Stadt aller Voraussicht nach rund eine Million Euro teurer zu stehen kommen als kalkuliert. Das Land wird das unaufschiebbare Infrastrukturprojekt nämlich nicht in dem Umfang fördern, wie es die Stadt gerne gesehen hätte.

Am Mittwoch verkündete die Bezirksregierung, dass Landesmittel für den kommunalen Straßenbau in Höhe von rund 4,1 Millionen Euro für den Brückenbau zur Verfügung gestellt werden, der 2017 nördlich des jetzigen Bauwerks beginnen soll. Die Stadt reagierte prompt. Baudezernent Peter Vermeulen zeigte sich zwar erfreut über den Zuwendungsbescheid, der Förderbetrag bleibe aber rund eine Million Euro unter den Erwartungen.

Ablösebetrag in Höhe von 2,8 Millionen Euro

Auf Nachfrage dieser Zeitung konkretisierte die Bezirksregierung schließlich, dass sie tatsächlich einen millionenschweren Kostenpunkt, den die Stadt gefördert sehen wollte, nicht berücksichtigt habe. Dabei handele es um einen sogenannten Ablösebetrag in Höhe von 2,8 Millionen Euro. Dies seien nach mathematischem Verfahren errechnete Kosten, die der Stadt entstehen würden, wenn sie die alte Brücke für eine gewisse Dauer fortlaufend instandhalten würde. Jene Kosten, die durch den Neubau nicht anfallen, seien laut Richtlinie nicht förderfähig, hieß es.

Die Stadt muss nun womöglich schauen, wo an anderer Stelle in den Etats der nächsten Jahre das fehlende Geld für das 18 Millionen Euro schwere Projekt zusammenzukratzen sein wird. Baudezernent Vermeulen machte gestern aber klar: „Der Neubau der Thyssenbrücke kann weder verschoben noch ausgesetzt werden.“ Die Brücke habe schließlich eine wesentliche Verkehrsfunktion zur Anbindung von Oberhausen und Styrum.

Laut eigener Mitteilung will die Stadt nun mit ihren Finanzierungspartnern (Land, VRR, MVG) „klären, wie die Gesamtfinanzierung des Brückenbaus gesichert wird“. So stehe noch ein Förderbescheid des Verkehrsverbundes für den ÖPNV-Anteil am Brückenbau aus. Vielleicht seien die entgangenen Landesmittel damit zu kompensieren.

Mirco Stodollick

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http://www.derwesten.de/staedte/muelheim/weniger-foerderung-fuer-neubau-der-thyssenbruecke-id11439119.html
2016-01-06 18:43
Thyssenbrücke, Verkehr, Mülheim, Neibau,
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