Weltumradler mit positiver Botschaft im Gepäck

Erst tourte er als Radler um den Globus, momentan tingelt er als Abenteurer durch die Kinos: Felix Starck, ein 24-jähriger Bursche aus dem pfälzischen Herxheim. Nun war er mit seiner selbstproduzierten Dokumentation „Pedal the World“ zu Gast in der Mülheimer Filmpassage, wo ihn ein dankbares Publikum aus drei Generationen erwartete und anschließend interessiert zu Einzelheiten befragte.

Felix Starck, dessen Reise exakt ein Jahr währte, vom 22. Juni 2013 bis zum 22. Juni 2014, hat einen freakigen Film im Gepäck, selbst erlebt, gespielt, gedreht und produziert, den er clever und selbstbewusst vermarktet – hauptberuflich seit seiner Rückkehr. Er bringt auch eine Botschaft mit, eine positive: „Die Menschen wollen einem nix Böses.“ So fasst er seine Erfahrungen zusammen nach knapp 18 000 Kilometern im Sattel. Mit Rad-Partnern, die ihn zwischenzeitlich begleiteten, lief es allerdings weniger harmonisch.

Überwiegend als Einzelkämpfer, oft mit Birkenstock-Schlappen an den Füßen, erlebte er auf der verwegenen Tour fiebrige Erkältungen, fiese Bergetappen, den Metropolentrubel von Bangkok oder Singapur, den Tod des fernen, geliebten Großvaters, bewegende Gastfreundschaft da und dort, „die Erfüllung“ in Form eines Nutellabrotes mitten in Laos.

Starcks handgemachter, aber charmant wirkender Film bietet sogar eine Liebesgeschichte: romantische Wochen mit der eigens angereisten Freundin in Kambodscha und später in den Weiten Neuseelands. Der junge Mann ging völlig untrainiert auf die Reise, die ihn insgesamt 9 500 Euro aus eigenen Ersparnissen gekostet habe. Zum Radsportler ist er indes nicht geworden, hat danach kein einziges Mal mehr im Sattel gesessen.