Weitere Verbesserungschancen

Neben der Infrastruktur sei auch der Service entscheidend für die Fahrradfreundlichkeit einer Stadt, betont Voß. Service – dazu gehören beispielsweise Abstellmöglichkeiten für Räder. Ein Thema, das in diesem Jahr in Mülheim im Fokus stehe, sagt der Radbeauftragte: „An sechs Standorten werden wir neue Fahrradständer in unmittelbarer Nähe zu Bus und Bahn aufstellen. Beispielsweise am Raffelberg oder am Bahnhof Speldorf, wo zugleich die Radverkehrsanlagen verbessert werden.“

Auch die Wartung der Räder sei Teil des Service. Derzeit gebe es genug wohnortnahe Händler und Werkstätten für die Reparatur, unterstreicht Voß. „Wir unterstützen die Händler so gut es geht. In unserem Fahrradplan ist jeder mit Standort und Kontakt verzeichnet.“

Dritte Säule zur Förderung des Radfahrens sei die Öffentlichkeitsarbeit. „Vom Land erhalten wir dafür jedes Jahr ein Budget“, so Voß. In Kooperation mit Nachbarstädten werden Broschüren herausgegeben. „Zudem erscheint regelmäßig unsere Fahrradkarte, ein Stadtplan, der alle Radverkehrsanlagen und Radrouten darstellt.“ Aktionen wie der Fahrradfrühling würden zudem mehr Menschen für das Radfahren begeistern. Das funktioniere recht gut, findet Voß: In Mülheim gibt es täglich 18270 Radfahrten – eine ansehnliche Zahl.“