Weiße Kunststoffpfeile halten länger als Farbstriche

Fünf bis zehn Minuten Schauzeit müssen Autolenker und Busfahrgäste mehr einkalkulieren, wenn sie in den nächsten Tagen über die Kölner Straße fahren. Dort bauen die Teams zweier Baufirmen in diesen Tage eine neue Fahrbahndecke ein.

„Wir erneuern eine Fläche von 6900 Quadratmetern“, beschreibt Oliver Strathoff (Firma Schön). Für die Rechts- und Linksabbieger von der Straßburger Allee auf die Kölner Straße hat er gerade mehrere Ladungen Asphalt geordert. Die vier Zentimeter starke Abschlussdecke war gestern Abend fertig, konnte in der Nach auskühlen. Heute Morgen wird sie für den Verkehr freigegeben.

Die Deckschichten haben sich ebenfalls verbessert. „Wir erreichen mit einer besonderen Zusammensetzung des Materials heute ähnliche Lärmminderungswerte wie bei Flüsterasphalt. Aber dieser ist nicht so haltbar“, kennt sich Andreas Pape, Straßenbauexperte im Tiefbauamt, aus. „Wir werden im Straßenbau weitere Verbesserungen erleben. Die Wiederverwertung der Reste wird zunehmen“, ist Pape sich mit den Bauleitern am Rinnstein einig.

Anlieger, die nicht ihre Grundstücke erreichen, können das mit den Bauleitern vor Ort besprechen. Anfang nächster Woche kommen die Markierer. Sie gießen heiße Kunststoffmasse als Pfeile und Linien (rund 1000 Meter) auf den dunklen Asphalt, begrenzen so die Fahrspuren. Das hält viel länger als Farbstriche. Gullis werden eingefasst und die Deckel für Leitungsschieber und Kanäle eingepasst. 233 000 Euro – Geld das 2014 an anderen Stellen eingespart werden konnte.