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WDL verdient nun Fairness

04.07.2008 | 18:25 Uhr

MÖLMSCHE WOCHE Jeder Bürger und Politiker würde applaudieren, wenn ein Unternehmer ankündigt, 20 Mio E zu investieren und 200 Arbeitsplätze in die Stadt zu holen. ...

... Wenn, ja wenn er nicht am Flughafen Essen/Mülheim säße und sein Geld mit Jets verdienen würde. Seit Jahren verfolgt Theo Wüllenkemper seinen Plan, auf den Ruhrhöhen eine eigene Werft zu betreiben. Mit den Planungen für den Büro- und Gewerbepark und dem Meinungsumschwung in der CDU rückt der Wunsch nun nahe in den Bereich des Möglichen.

Erstmals in der über 50-jährigen WDL-Geschichte ziehen die beiden Volksparteien an einem Strang und unterstützen die Pläne des Unternehmens, das mit seinen Jets von Düsseldorf und Köln aus erfolgreich operiert. Und so wird das Undenkbare plötzlich Realität: Auf den Ruhrhöhen könnten Airbusse landen.

Versprechen sich die Firma, die Stadt und die Ratsmehrheit von der Werft wirtschaftlichen Erfolg, sehen Bürgerinitiativen, Grüne und MBI in den Plänen eine handfeste Provokation. Die Gemengelage ist bekannt, nur hat die CDU zumindest für das Anliegen der WDL die Seiten gewechselt.

Mülheim hat das erste große Wahlkampf-Thema. Doch in die Sphären von Polemik und Ideologie gehört es ganz und gar nicht. Jeder Unternehmer hat das Recht, dass seine Investitionspläne fair politisch abgewogen werden. Die überörtlichen Genehmigungsbehörden werden ihre juristische Sicht dazu beitragen. Am Ende gilt es dann zu entscheiden, ob die Werft machbar ist oder nicht. Horrorszenarien sind bis dahin ebenso fehl am Platz wie Blauäugigkeit.

Wüllenkemper hat den Flughafen-Gegnern ein Gespräch angeboten. Sie solltes es akzeptieren und im Hinterkopf behalten, was passiert, wenn die WDL tatsächlich Mülheim den Rücken kehren sollte. Eine Schäfchenwiese wird auf dem riesigen Areal dann sicher nicht entstehen.Von Frank Meßing

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Kommentare
22.07.2008
17:43
WDL verdient nun Fairness
von coolmanfan | #9

@Milan
Aber zur Sache selber kommt da komischerweise nichts vor lauter Gejaule.
Vorschlag: Hinsetzen, Käffchen trinken und nun das Wichtigste: Gehirnkontrolle aktivieren, um den hasserfüllten Wortfluss mit seinen absurden und verqueren Bildern wenigstens teilweise steuern zu können.
Sonst gilt auch beim nächsten Mal: Einfach nur widerlich!

06.07.2008
15:20
WDL verdient nun Fairness
von haddock | #8

@#6 MiLan: Ja den Technologie-hörigen gehört die Welt. Das haben wir ja schon toll beim Transrapid oder beim Schnellen Brüter gesehen. Und wenn demnächst mit schickem Ruhrbania-Beton die Ruhranlagen zubetoniert sind, hat auch MiLan sicher seine Freude.
Ja und die Arbeitsplätze, das Totschlagargument schlechthin:
200 neue werden es also? So so!
Wie oft hatten wir denn schon solche Versprechungen? Die technologiehörigen Arbeitsplatz-Gläubigen haben uns schon Nokia und Ben-Q eingebrockt oder demnächst Real,- in Dümpten mit Niedriglöhnen und so weiter und so fort.
Aha, egoistisch sind wir also und - um im Nazi-Jargon von MiLan zu bleiben - im Blut-und-Boden-Denken behaftet sind wir.
Und dann werden noch - wie in vielen dümmlichen Kommentaren hier - die Anwohner am Flughafen verunglimpft, die sich alle dort billig Grundstücke gekauft haben, und jetzt um ihre teuer gewordene Siedlung fürchten.
Hallo Ihr superreichen Milliardäre der Flughafensiedlung mit euren Blockwarten, die ihr mit Mistgabeln an den Straßenecken steht wie die Chefs der Mafia (Capos).
Gehts noch blöder MiLan?
Die Skepsis gegenüber dem Flugbetrieb, die berechtigterweise in Mülheim vorherrscht, liegt doch vor allem daran, dass es seit Jahrzehnten ein Zuschussgeschäft für die Stadt war und ist, und nie einen geringsten Standortvorteil für die Stadt brachte.
Im Gegenzug böte der Flugplatz ein beachtliches Potenzial für neues nicht-störendes Gewerbe, ja sogar für neue Technologien, breit gestreut, um nicht wieder von einem Arbeitgeber abhängig zu sein, von dessen Wohl und Wehe alles abhängt.
Siehe Onken, Lekkerland, Nokia, Ben-Q etc. pp.
Und an Eines sei schließlich erinnert:
Im Rat haben die (vor der Wahl) erklärten Flughafengegner die Mehrheit bekommen!!

05.07.2008
19:08
WDL verdient nun Fairness
von kl | #7

mir ist beim durchlesen von MiLAns kommentar wieder eingefallen wie bei einem artikel über das cabriofest letztens ein flughafengegner meinte, dass man hier doch nicht schreiben solle, wenn man zufrieden ist und dass das hier eine anlaufstation nur für leute die problemen mit dem flughafen und seinem drumherum haben.

bloss keine andere (gar positive) meinung zulassen, damit man sich als meckerer nicht nachher noch neue, unverbrauchte und nachvolziehbar argumente ausdenken muss, wie es hier schon sehr lange nicht mehr geschehen ist.

05.07.2008
17:12
WDL verdient nun Fairness
von MiLan | #6

Schön, wie sich diese Klientel jetzt hier eingeschossen hat, gegen den Hofberichterstatter. Aber zur Sache selber kommt da komischerweise nichts. Was hat der Hofberichterstatter gewagt hier einzuwenden?
Nun, daß es da einen Unternehmer gibt, der klare Unternehmensvorstellungen hat, der Millionen investieren wil, und der Arbeitsplätze schafft.
Allerdings nicht zu Diensten eines hiesigen alternaiven Gemenges, technologiefeindlich, egoistisch, - als es darum ging, sich billig Boden zu beschaffen, und dem (Gemenge) es jetzt darum geht, für Ruhe zu sorgen, - wie man es eigentlich nicht anders von den üblichen Blockwarten und Capos kleiner Siedlungsstraßen gewohnt ist.
Und natürlich kommen zu diesen wackeren Blut- und Boden behafteten jene, die weitab, ausschließlich das dezibilitäre Wohl der Gemeinschaft, im Blick haben.
Also, wenn politisch nicht korrekt, ist auch die angebotetene Arbeitsbeschaffung schlecht, und der Hofberichterstatter, der es wagt, mal ein paar Einwände hier gegen den guten Mainstream anzuführen, gehört zumindest mittels Tusche und Feder an die Wand gestellt.
Gruß
Ps.: Aber wie konnte ich vergessen, wahrscheinlich will dieser Wüllenkämper am Ende auch noch Geld verdienen, - Schreck lass nach!

05.07.2008
14:30
WDL verdient nun Fairness
von haddock | #5

Endlich wieder die gewohnte Hofberichterstattung der WAZ. Kein Wunder, dass sie immer weniger Leser hat.
Aber tolle Formulierungen: Die Befürworter ziehen an einem Strang, die Gegner des Herrn Meßing und seiner weitsichtigen Meinung gehören dagegen zur üblichen Gemengelage, in der sie mit Polemik und Ideologie gefangen sind, während die Befürworter fair politisch abwägen.
Dann gibt er seinen verbliebenen Lesern auch noch eine Alternative: Airbusse oder Schäfchenwiese.
Und den neuen Wüllenkämperschen Erpressungsversuch nimmt Herr Meßing natürlich dankbar in seinem Schlusssatz auf.Toll!

05.07.2008
09:32
WDL verdient nun Fairness
von MisterEd | #4

Vielleicht liegt es einfach aber nur daran, dass Redakteure derartige Themen eher sachlich betrachten und aus neutraler Sicht erkennen, dass die Vorteile bei weitem überwiegen. Neue Argumente habe ich von den Flughafengegnern schon lange nicht mehr gehört.

04.07.2008
21:40
WDL verdient nun Fairness
von Hein | #3

Ja, das ist weniger neutrale Berichterstattung als das Abgeben von persönlichen Kommentaren.
- Ist mir auch schon aufgefallen bei dem Herrn.

04.07.2008
21:18
WDL verdient nun Fairness
von mikamilka | #2

Ach der Herr Meßing. Spricht von Fairness gegenüber Herrn Wüllenkemper und hat es in seiner ganzen Zeit als Redakteur bei der Mülheimer WAZ nicht geschafft, auch den Flughafengegnern eine angemessene Berichterstattung zu gewährleisten. Ich finde, Herr Meßing sollte wegen Befangenheit von der Berichterstattung über den Flughafen ausgeschlossen werden.

04.07.2008
18:53
WDL verdient nun Fairness
von bb | #1

Nicht nur die CDU hat die Seiten gewechselt, auch die Redakteure der WAZ Gruppe riskieren gerade ihre Unabhängigkeit und ihre Glaubwürdigkeit. Denn mit ihrer einseitigen Lobhudelei in einer ganzen Serie von Artikeln versuchen sie, Politik zu machen, anstatt neutral darüber zu berichten.

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