WAZ-Serie: Alte Bilder aus der Stadtgeschichte neu entdecken

So sah es bis Mitte der 1960er Jahre nahe der Innenstadt aus. Welches Haus stand einst im Vordergrund auf der rechten Bildseite? Um welchen Platz handelt es sich, dessen Fläche heute aus dem Stadtansicht verschwunden ist?
So sah es bis Mitte der 1960er Jahre nahe der Innenstadt aus. Welches Haus stand einst im Vordergrund auf der rechten Bildseite? Um welchen Platz handelt es sich, dessen Fläche heute aus dem Stadtansicht verschwunden ist?
Foto: Stadtarchiv Mülheim an der Ruhr
Was wir bereits wissen
Mülheimer, die sich zu den gezeigten Bildern an eine Begebenheit erinnern oder sie korrekt einordnen können,sollten das alles der WAZ mitteilen.

Mülheim.. „Kannst Du Dich noch erinnern, wo das gewesen ist. Warst Du damals nicht auch mit dabei?“, fragt eine Seniorin ihre Freundin und hält ihr ein altes Foto unter die Lesebrille. „Ja, das war damals in der Bachstraße – oder doch auf dem Löhberg?“ Die Frau stockt. Je intensiver sie die Schwarz-Weiß-Fotografie betrachtet, desto unsicherer wird sie. „Da ist so viel nach dem Krieg kaputt gewesen. Da ist es schwer, sich zu orientieren. Hast Du nicht ein schöneres Bild?“, fragt sie zurück.

Alte Fotos sagen eine Menge aus der Vergangenheit. Vielleicht können Sie, werte Leserinnen und Leser, alte Bilder neu entdecken, uns ihre Geschichte zu einigen Fotos erzählen, die selbst Kenner der Stadt Mülheim nicht klar einordnen können. Sie haben zwar Vermutungen, wo welches Haus gestanden haben könnte, welche Szene wo abgelichtet wurde – aber sicher sind Sie sich nicht.

Wertvolle Hilfe für das Stadtarchiv

Wer dabei helfen kann, Bilder einigermaßen korrekt zu datieren oder das abgebildete Objekt eindeutig zu beschreiben, leistet wertvolle Hilfe. Denn die Mitarbeiter des Stadtarchivs können Ihre Informationen gut brachen und sie den entsprechenden Fotos zuordnen. Damit schließen Sie wiederum einige Wissenslücken im historischen Gedächtnis unserer Stadt.

In regelmäßigen Abständen werden wir nun jeweils ein Bild veröffentlichen und fragen: Wann ist es entstanden? Was ist darauf zu erkennen? Wo war das? Wenn Personen zu erkennen sind, möchten wir auch wissen: Wer ist dort zu erkennen. Dazu wird es Bilder aus verschiedenen Epochen geben – auch aus der jüngeren Vergangenheit.

Schicken Sie uns Ihre alten Fotos

Leserinnen und Leser, die 40 Jahre und jünger sind, werden mit dem oben gezeigten Platz nichts anfangen können. Dabei prägte diese Schotterfläche über Jahrzehnte das Bild am Rande der Stadtmitte. Ein kostenloser Parkplatz, den kaum jemand brauchte, weil damals in Mülheim nur ein Drittel der heutigen Automenge unterwegs war.

Einen zweiten Service wollen wir Ihnen ebenfalls anbieten: Wenn Sie in ihren Kramschachteln noch alte Fotos haben, bei denen Sie nicht wissen, was darauf zu sehen ist, so können Sie diese an ihre Zeitung geben. Vielleicht hilft eine Veröffentlichung auch Ihnen, wenn andere Leser erkennen, was sich auf dem Foto abspielt oder wo es wann auf den Film gebannt wurde. Viele Augen sehen mehr, manche Köpfe erinnern sich bestimmt.

Manchmal gibt es vielleicht auch gar keinen Hinweis. Aber die Mülheimerinnen und Mülheimer kennen ihre Stadt gut, das wissen auch die Mitarbeiter des Stadtarchivs. Dort stöbern oft Hobbyhistoriker in den Bildermappen, um ein passendes Foto für die nächste Chronik zu finden. Und dann kommen auch sie ins Grübeln und Schwärmen: „Ja, das ist doch die Düsseldorfer Chaussee. Da war die Bundesstraße 1 noch nicht gebaut, weil das Klostergebäude rechts neben dem Torbogen noch 16 Fenster hat. Aber die Schule stand schon.“