Warten auf die Werbe-Träger
19.03.2008 | 16:35 Uhr 2008-03-19T16:35:00+0100Die „Mast-Rahmen” sind noch nicht in Sicht, das Ende des wilden Plakatierens entsprechend auch nicht. Die Vertragsverhandlung mit RWE über die Laternen-Nutzung zur Veranstaltungs-Werbung zieht sich. Erst danach geht es an den Abschluss mit Werbefirmen.
Zerfetzte Werbebotschaften, wild geklebte Plakate und zumeist „blinde” Plastik-Fahnen als Werbe-Träger an Laternen-Masten sollen der Vergangenheit angehören. Der Werbe-Wildwuchs soll nachhaltig durchforstet, das Gesamtbild der Stadt ansprechender werden. So lautet das Ziel, das die Politik im Ausschuss für Bürgerservice vor über einem Jahr nochmals benannt hat. Seit Dezember 2006 gilt eine neue Sondernutzungssatzung, die Verwaltung hat seither die entsprechende Handhabe gegen wildes Plakatieren. Die neue Werbe-Zeit war verbunden mit Wechselrahmen, die an den Masten gut sichtbar angebracht, Plakate für Veranstaltungen aufnehmen sollen. Soweit die Theorie. In der Praxis hat sich optisch wenig getan. Es gilt weiterhin, was der SPD-Stadtverordnete Jens Ohligschläger bereits vor einem Jahr monierte: „Die Stadtverwaltung versprach, dass durch eine Vergabe an eine private Firma die unerwünschten Auswüchse verschwinden und künftig nur noch genehmigte Plakate hängen sollten”, doch sei eine „Fahrt entlang der Haupteinfallstraßen ernüchternd”. Von den Rahmen und einer endgültigen Lösung ist man immer noch entfernt. City-Manager Frank Rehmann, bis Februar in Diensten der MST, hat sich mittlerweile beruflich verändert und eine „Dauerbaustelle” hinterlassen. Zudem gestaltet sich offenbar die Vertragsausarbeitung nach wie vor zäh. Für geplant 250 „Mastrahmen” (150 sind für nicht-kommerzielle Werbung z. B. des Kulturbetriebs vorgesehen) musste mit RWE verhandelt werden. Der Energieriese ist noch bis 2014 Eigentümer der Mülheimer Laternen. Ein neuerlich überarbeiteter Vertrag, heißt es bei der MST, liege erst „relativ frisch” zur Bewertung durch die Stadt vor. Als Werbe-Treibende kommen Moplak und DSM in Frage. Das Thema, so MST-Prokuristin Heike Blaeser-Metzger, wolle man nicht auf die lange Bank schieben. Noch seien Fragen zu klären „Es ist unser ureigenstes Interesse, unsere Veranstaltungen vernünftig zu bewerben”.

21:18
Ein Schelm, wer glaubt, dass der optische Eindruck einer von Baustellen zerfressenden Stadt vielleicht viel strafender für die Augen ist als jedes wild geklebte Plakat!
Aber die wichtigen Themen unserer Zeit von Wem gehört hier was bis zu Wer soll das bezahlen scheinen ja viel wichtiger zu sein, als über das zügellose Wettbuddeln und Verwüsten unserer Innenstadt sich klar zu werden. Wer macht das denn und in welchem Auftrag. Die Verwaltung im Auftrag der Stadtentwicklung. Entwickeln tut sich ausser den Baustellen in Mülheim nur der Frust über das endlose Chaos!
Trotzdem: Vielen Dank, liebe Genossen! Im verwüsten und zerlabern seit Ihr spitzenmäßig! Aufräumen können wieder die anderen ... die Bürger!