Warten auf den Sonnenaufgang

Bis an der Oberheidstraße in Dümpten für die Gastronomiekette Cafe del Sol die Sonne aufgeht wird es noch einige Monate dauern. Die größten Probleme scheinen inzwischen allerdings geklärt zu sein. Sie bestanden zum einen in einer langen und daher kostspieligen Wasserleitung, die zu dem im Kolonialstil errichteten Haus gelegt werden muss. Zum anderen in einem kleinen Wäldchen, das von Passanten auch gern als Dreckecke bezeichnet wird. Etwa zwei Drittel des Bestandes wird auf Drängen des Investors entfernt, damit Autofahrer von der Aktienstraße aus auf das Lokal schauen können. Als Ersatzplanung werden auf der gegenüberliegenden Seite der Oberheidstraße zwei bestehende Waldflächen verbunden. Das hatte die Verwaltung schon bei einer Bürgerversammlung Mitte des Jahres angekündigt. Sie war Bestandteil der ersten Öffentlichkeitsbeteiligung im Planverfahren.

Was jetzt noch aussteht, ist nach Auskunft von Jürgen Liebich, dem Leiter des Planungsamtes, ein Artenschutzgutachten. „Das braucht Zeit, denn dafür müssen Vögel gezählt werden. Das funktioniert nur im Frühling.“ Die Pläne könnten dann im Frühsommer ausgelegt werden, so dass der Bebauungsplan aus seiner Sicht im Spätherbst beschlossen werden könne. Mit dem Investor wolle man noch einmal den Zeitplan abstimmen.

Die Gastro & Soul Gesellschaft aus Hildesheim, die inzwischen bundesweit 27 Standorte betreibt, möchte schon seit 2008 nach Mülheim. Vorgesehen sind innen auf 330 Quadratmeter Fläche 250 Plätze. Eine Holzveranda soll weitere 200 bieten. Wichtig ist ein Parkplatz mit über 100 Stellplätzen. Als gastronomisches Angebot wird der Systemgastronom von Politik und Bewohnern überwiegend begrüßt, da Angebote für junge Leute fehlen.