Warten an der Bahnsteigkante

An der Bahnsteigkante bröckeln die Steine schon seit Jahren. Jetzt soll saniert statt geflickt werden.
An der Bahnsteigkante bröckeln die Steine schon seit Jahren. Jetzt soll saniert statt geflickt werden.
Foto: Angélique Wemmer / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Herbst kündigte die Bahn die Sanierung der Bahnsteige am Hauptbahnhof und in Styrum für 8,7 Millionen Euro ab März an. Wann es los geht, ist noch offen.

Mülheim.. Im September noch hatte der Klaus Oberheim, der Leiter des Bahnhofsmanagements, der Politik noch eine Sanierung der Bahnsteige am Hauptbahnhof und in Styrum angekündigt. Im März sollte mit den Arbeiten begonnen werden, die dicht getaktet und in diesem Jahr weitestgehend abgeschlossen werden sollen. 8,7 Millionen Euro gab Oberheim damals als Sanierungsrahmen an. Hört man nach, wann denn die Arbeiten genau beginnen, stößt man im Planungsdezernat auf Unwissenheit, die Pressestelle der Bahn vertröstet. In Styrum soll „wahrscheinlich“ noch im März mit den Vorarbeiten begonnen werden, sagt ein Sprecher. Der Beginn der Bauarbeiten am Hauptbahnhof müsse noch „endgültig festgelegt“, erfolge aber noch in diesem Jahr, wie versichert wird.

Aus Erfahrung mit der Deutschen Bahn, die die Sanierung des Empfangsgebäude immer wieder verschoben hat, macht diese vage Aussage stutzig. ursprünglich sollten auch die schon die Bahnsteige vor Jahre saniert werden. Das angegebene Investitionsvolumen, das aktuell genannt wird, ist allerdings um 1,3 Millionen Euro auf 7,4 Millionen Euro geschrumpft. Bedenken, dass damit auch das Leistungspaket reduziert werden könnten, zerstreut die Pressestelle und erklärt das mit einer feineren Kalkulation.

Neue Wartehäuschen geplant

Erneuert werden am Hauptbahnhof vor allem die Bahnsteigkanten und das auf 400 Metern (und somit ICE-tauglich), das Dach und die zu Teil stark gerosteten Stützen, die Wasserabläufe werden erneuert und Schäden durch Wasser beseitigt. Auch neue Wartehäuschen, Windschutz und Bänke werden installiert sowie Beleuchtung und die Informationstechnik erneuert.

In Styrum ist Ähnliches in kleinerer Form vorgesehen, der Bahnsteig wird allerdings auf gut 75 Meter begrenzt. Für Fahrgäste wird das nicht ganz problemlos funktionieren. Am Hauptbahnhof könnten am langen Bahnsteig meist die Haltezonen verschoben werden, so dass die Fahrgäste nur einige Schritte mehr zurücklegen müssen. In Duisburg falle der Haltepunkt Styrum aber zeitweise weg, so dass Schienenersatzverkehr eingerichtet werden müsse.

„Es fehlt nach wie vor die Unterschrift unter dem Vertrag, das wir die Toilette betreiben sollen“, sagt Umweltamtsleiter Jürgen Zentgraf. Bei der Bahn heißt das: „Die endgültige Inbetriebnahme wird derzeit noch „endabgestimmt.“ Immerhin ist inzwischen die Baustelleneinrichtung auf dem Bahnhofsvorplatz verschwunden. Das lässt hoffen. Ist der Vertrag perfekt, sei es eine Frage von Wochen, so hofft zumindest Zentgraf, bis die Betreiberfrage (Hering, Pia oder beide) geklärt ist.