Warnstreik im Rathaus
18.02.2008 | 17:47 Uhr 2008-02-18T17:47:00+0100Die Warnstreiks für acht Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst gehen in die nächste Runde. Heute ruft die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die 3500 Mitarbeiter der Stadtverwaltung dazu auf, zeitweise ihre Arbeit niederzulegen, um der Lohnforderung Nachdruck zu verleihen.
Um 8 Uhr startet ein Streikzug auf dem Platz zwischen Rathaus und Zentralbücherei. Auf seinem Weg zum Kurt-Schumacher-Platz, wo zwischen 9.30 Uhr und 11 Uhr eine Kundgebung stattfinden soll, wird der Zug am Gesundheitsamt und am alten Arbeitsamt (Heinrich-Melzer-Straße), am Bürgeramt (Löhstraße), am Jugendamt (Schloßstraße), an der Sozialagentur (Eppinghofer Straße) und am Technischen Rathaus (Hans-Böckler-Platz) Station machen, um die Mitarbeiter der dortigen Dienststellen mitzunehmen. Wieviel Mitarbeiter der Stadtverwaltung sich am Warnstreik beteiligen werden, möchte Personalratschef Bernd Bittscheid nicht voraussagen. Stattdessen weist er darauf hin, dass knapp die Hälfte der Rathaus-Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert seien. Zum Vergleich: Im öffentlichen Personennahverkehr der Mülheimer Verkehrsgesellschaft, der am Freitag von Schichtbeginn bis 12 Uhr bestreikt wird, sind es 75 Prozent. Noch höher ist der Organisationsgrad (90 Prozent) bei der Mülheimer Entsorgungsgesellschaft MEG. Sie wird vorerst nicht in die Warnstreiks einbezogen, obwohl auch MEG-Beschäftigte mit ihren Fahrzeugen Freitagmorgen am Streikzug teilnehmen werden, der dann über die Ruhrstraße ziehen wird. Während sich die Bürger am Freitag bis 12 Uhr darauf einstellen müssen, dass Busse und Bahnen nicht fahren, müssen sich Eltern von Kindergartenkindern für Donnerstag nach Betreuungsalternativen umschauen. Denn dann sollen die 39 städtischen Kindertagesstätten bestreikt werden. Gegen 8.30 Uhr werden sich die Erzieherinnen zu einer Versammlung im Gewerkschaftshaus an der Friedrichstraße treffen. Besonders erbost zeigt sich Verdi-Geschäftsführerin Henrike Greven über das Ansinnen der kommunalen Arbeitgeber, Erzieherinnen im Rahmen einer Tarifumstellung eine Lohngruppe tiefer einzustufen und dieses Thema bei den Verhandlungen als Faustpfand für die Arbeitgeberforderung nach einer längeren Wochenarbeitszeit einzusetzen.

11:48
unmöglich,3.std streiken auf eigene kosten!erst ab der 4,std wird bezaht.darum waren auch kaum 200 leute in mülheim!ob wohl es nur wahnstreiks waren.
11:41
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19:38
streikt die sparkasse nicht auch? ist doch auch öffentlicher dienst!