Vorerst nur noch Eintopf in der evangelischen Ladenkirche

Das Finanzamt Mülheim beurteile das kostengünstige Mittagessen-Angebot in der evangelischen Ladenkirche an den Kaiserstraße als wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb und nicht, wie das Diakoniewerk es selber einschätzt, als wirtschaftlichen Zweckbetrieb, erklärt Ulrich Schreyer vom Diakoniewerk Arbeit und Kultur. Das entspräche laut Finanzamt nicht den Steuergesetzen. Aus diesem Grunde habe man das mehrere Gerichte umfassende tägliche Angebot leider vorerst streichen müssen, bis die Angelegenheit geklärt sei, so Schreyer.

Es gebe zwar weiterhin etwas zu essen, allerdings nur einen Eintopf als Mittagsgericht, Getränke, Kaffee und Kuchen, erläutert Schreyer. Sollte das Finanzamt seine Position durchsetzen, die höhere Steuerabgaben erfordere, müsse man noch einmal über den Fortbestand des Mittagstisches für die evangelische Ladenkirche nachdenken.

Das Diakoniewerk betreibe mit seinem Küchenteam die Kantine an der Georgstraße, liefere an das Hospiz in Mülheim individuell abgestimmte Speisen für Menschen in ihrer letzten Lebensphase und beliefere gerne auch die Begegnungsstätte Ladenkirche.

Auf die aktuelle Reduzierung des Essenangebotes, das für eine weniger finanzkräftige Kundschaft gedacht gewesen sei, habe es laut Schreyer viele bedauernde Reaktionen gegeben.