Von Theater bis Beat-Box
19.07.2009 | 16:48 Uhr 2009-07-19T16:48:00+0200Planungen für Jugendkulturfestival im September laufen. Organisation ist von den ersten Ideen der Jugend angetan.
Für jeden, der etwas zu präsentieren hat, soll die – bis dahin ausgeräumte – Stadtbücherei eine Ideale Plattform bieten. Noch befinden sich die Planungen für das Jugendkulturfestival am 18. und 19. September in der Frühphase, doch es tut sich bereits einiges. Karin Braun vom Kulturbetrieb und die künstlerische Leiterin des Festivals, Rona Nekes, gaben der WAZ einen Einblick in die Planungen.
Sehr angetan zeigten sich die Organisatorinnen von den Jugendlichen, die bereits ihre Ideen vorgestellt haben. „Von Theater bis Beat-Box: Die jungen Mülheimer haben Faszinierendes zu bieten”, bemerkt Braun. Nach einiger Verzögerung könne nun bald auch die Internetseite zum Festival online gehen. (www.sinn-flut.de) Die Seite wird zugleich das erste Ergebnis des eingerichteten Webdesign-Workshops sein. „Der Internetauftritt ist jedoch ein laufendes Projekt. Wer Interesse an diesem Thema hat, kann sich gerne noch beteiligen”, so Nekes. Außerdem suche man Jugendliche, die Lust haben, die Zeit bis zum Festival als Blogger zu begleiten. Neben dem bereits laufenden Workshop wird es auch Angebote zum Thema Graffiti und Catering geben.
Auf einige Höhepunkte freuen sich die Veranstalter schon jetzt. So wird die Realschule Mellinghofer Straße einen Film mit dem Titel „Mein Mülheim” vorstellen. Schon seit über einem Jahr arbeiten die Schüler mit dem Produzenten Sergej Stanojkovski an dem Film. Genau auf eine solche Vernetzung von etablierten und jungen Kulturschaffenden hoffen Braun und Nekes. „Wir haben bisher sehr viel positive Resonanz durch die Mülheimer Kulturlandschaft erhalten”, sagt Braun. Etablierte Künstler schätzten die Gelegenheit, mit dem Nachwuchs arbeiten zu können. Braun verbindet diese Feststellung mit einem Appell an die Jugendlichen, sich nicht mit Vorschlägen zurückzuhalten. „Wer bei der Umsetzung seiner Ideen Hilfe braucht, für den haben wir bestimmt einen guten Ansprechpartner.”
Platz genug bietet das alte Gebäude der Stadtbücherei bestimmt. „Wir haben für das Festival mehrere Tausend Quadratmeter zur Verfügung. Da sollte sich doch für die meisten Vorhaben eine geeignete Stelle finden lassen”, so Nekes.
Und tatsächlich scheint das Gebäude ideal für ein Festival der Kreativität. Ob zwischen den verschiebbaren Archivregalen, im Treppenhaus, oder gar in der Tiefgarage – an interessanten Räumlichkeiten sollte es nicht mangeln. Wer ein ansprechendes Konzept präsentieren kann, bekommt hier sogar die Möglichkeit, ganze Räume als Kunstobjekte umgestalten zu dürfen.

0mitdiskutieren