Verschleiß in den Augen Thema beim Medizinforum
04.06.2011 | 17:55 Uhr 2011-06-04T17:55:00+0200
Mülheim.„Altersbedingte Makuladegeneration“ , kurz AMD – dahinter verbirgt sich eine gefährliche Erkrankung im Auge, die immer mehr Menschen betrifft. „Es ist eine Erkrankung der Netzhautmitte, die mit dem Lebensalter zusammenhängt. Es ist ein Verschleiß der Zellen an dieser Stelle“, erklärt der Chef der Mülheimer Augenklinik, Dr. Cay Christian Lösche . Schwere Sehstörungen können die Folge sein.
Der Verschleiß in den Augen ist das Thema beim nächsten WAZ-Medizinforum , das am Mittwoch, 8. Juni, um 18 Uhr im Evangelischen Krankenhaus an der Wertgasse 30, Großes Kasino, stattfindet. Als Referenten und Gesprächspartner stehen den WAZ-Lesern Chefarzt Dr. Cay Christian Lösche und die Augenärztin Barbara Schmidt zur Verfügung. Sie beantworten an dem Abend die Fragen der Gäste. In ihren Vorträgen geht es um die Diagnose, die Therapiemöglichkeiten und auch um die Möglichkeiten, der Altersbedingten Makuladegeneration vorzubeugen.
"Eine extreme Beeinträchtigung der Lebensqualität"
Bei dem Leiden nimmt die Schärfe des zentralen Sehens ab. Lösche demonstriert an einem Spiegel, was ein Patient sieht, der unter AMD leidet: Das Gesichtsfeld wird durch einen verwaschenen dunklen Fleck stark beeinträchtigt. Diesen dunklen Fleck im Blickfeld kann der Betroffene beim Sehen nicht umgehen. Die Folge: Lesen ist nicht mehr möglich, die Gesichter anderer Menschen sind nur noch teilweise zu erkennen. Eine extreme Beeinträchtigung der Lebensqualität, so Lösche.
Etwa 20 Prozent aller 65-bis 74-Jährigen sind betroffen, schon 30 Prozent aller 75-Jährigen und 35 Prozent aller 85-Jährigen. AMD, so der Chefarzt, ist in Deutschland die Hauptursache für eine Erblindung.
Dabei unterscheiden die Ärzte zwischen einer trockenen, gutartigen Form der AMD und einer feuchten Form, die gefährlich wird. Entstandene Gefäßschädigung im Auge durch AMD lassen sich durch operative Eingriffe beheben, Spritzen ins Auge gehören ebenfalls zu den Therapien. Eine hoch dosierte Vitamintherapie steht zur Verfügung, um den Krankheitsverlauf zu mildern, und als schlichte Vorbeugung dient die Sonnenbrille.

02:07
wandert diese krankheit auch in den rest des kopfes? dann ist unsere stadtspitze mitsamt ihren angestellten und beamten besonders betroffen.