„Verpflichtende Radwege sind mir ein Gräuel“

Die Stadt möchte beim Stadtradeln vom 11. bis 31. Mai mit einem Wettbewerb zum Umsatteln vom Auto aufs Fahrrad motivieren. Dabei locken viele Preise. Die NRZ hat eine Umfrage zum Fahrradfahren gestartet.

Den Auftakt macht Klaus Vowinkel (51 J.), der auch regelmäßig für den ADFC Touren anbietet. Er fährt täglich von Heißen nach Essen-Rellinghausen zur Arbeit (etwa 10 Kilometer) und auch für Erledigungen im Umkreis von 25 Kilometer nutzt er das Rad. Jetzt startet er in den Radurlaub über Aachen an die französische Mosel. Pro Jahr strampelt er 7000 Kilometer und mehr.

Wenn Sie Lust haben, liebe Leser, können Sie sich an der Umfrage beteiligen. Die Antworten bitte an: lok.muelheim@nrz.de

1 Warum fahren Sie Fahrrad?

Fahrradfahren begleitet mich seit meiner Kindheit. Es ist für mich Normalität, das Rad ganzjährig alltäglich bei jeder Witterung für nahezu jeden Weg als Verkehrsmittel zu nutzen. Radfahren im Alltag bedeutet für mich schnelles und stressfreies Vorankommen im städtischen Straßenverkehr sowie bereits in den täglichen Ablauf integrierte Bewegung an der Luft mit Spaß und Freude.

2 Was ärgert mich?

Nutzungspflichtig angeordnete Radwege sind mir ein Gräuel. Sie zwingen häufig von zügig zu befahrender Fahrbahn auf schlechtere Wegbeläge, in verlangsamende Ampelphasen und umständliche Querungen an Kreuzungen.

3 Was gefällt mir und was muss sich noch ändern?

Positiv fällt auf, dass die Zahl der das Rad Nutzenden steigt. Wünschenswert ist es, wenn dies sich nicht nur auf das Radfahren in der Freizeit beschränkt, sondern das Radfahren im Alltag ankommt. Für viele Radfahrer bedarf es dazu einer gut ausgebauten Radinfrastruktur, da sehe ich noch Verbesserungspotenzial.