Vermisster 42-Jähriger aus Mülheim-Saarn ist tot
27.12.2012 | 15:21 Uhr 2012-12-27T15:21:00+0100
Mülheim. Der verschwundene 42-Jährige aus Mülheim ist tot. Spaziergänger entdeckten die Leiche am Nachmittag des ersten Weihnachtstages am Oemberg. Seit Ende September hatte die Polizei nach dem Saarner gesucht. Die Rechtsmedizin hat die Identität des Toten bereits bestätigt. Er nahm sich offenbar das Leben.
Ein Vermisstenfall, der seit Ende September die Polizei beschäftigt, hat sich am ersten Feiertag auf traurige Weise geklärt: Der seit dem 28. September als vermisst gemeldete 42-Jährige wurde am Mittag des 25. Dezember in Saarn tot aufgefunden. Wie die Polizei mitteilte, fanden Spaziergänger die Leiche des Mannes in einem Waldstück an der Straße Oemberg, nahe der Winsterstraße
Rechtsmediziner bestätigten am Donnerstagnachmittag die Identität des Gesuchten. Nach den Erkenntnissen der Mediziner geht die Polizei nun davon aus, dass sich der Mann unmittelbar nach seinem Verschwinden das Leben genommen hat. Für ein Fremdverschulden gebe es keinerlei Hinweise.
Polizei suchte mit Großaufgebot nach Vermisstem
Der Saarner, der an jenem Freitagmorgen im September seine Wohnung auf der Luxemburger Allee ohne Nachricht verlassen hatte, war von seiner Frau als vermisst gemeldet worden. Die Polizei hatte Suchmaßnahmen im Umfeld eingeleitet, die von einen Polizeihubschrauber und speziellen Suchhunden, so genannten Mantrailern, unterstützt worden waren.
Mit einem Foto und einer Personenbeschreibung war die Polizei an die Öffentlichkeit gegangen. Doch auch die große Suchaktion Anfang Dezember mit einer Hundertschaft in einem Waldgebiet am Uhlenhorstweg, wo der 42-Jährige Laufsportler gern gelaufen sein soll, blieb ohne Ergebnis. Der Mann soll zeitweise unter Depressionen gelitten haben, hatte die Polizei in ihrer ersten Suchmeldung mitgeteilt.
21:56
Das erstaunliche ist, daß der Mann da am Ömberg so lange unbemerkt lag, denn das Waldstückchen zwischen Ömberg ab Winsterstraße, bis zum Nachbarsweg und Mühlenbergsheide ist eigentlich recht überschaubar, vor allen im Herbst und Winter, wenn das Unterholz sich lichtet und der Farn völlig verrottet und verschwindet. Dazu kommt noch, daß gerade da der Wald und seine Wege ein sehr beliebtes Einzugsgebiet für Hundehalter ist, und von denen gibt es rund um den Wald nicht gerade wenige.
Ich kritisiere nicht damit die Arbeit der Polizei, sondern bin viel mehr erstaunt, wie ein Mensch fast vollständig in einem so erschlossenen Gebiet verschwindet, ohne das Dritte ihn noch extra verscharren.
Das gibt zu denken, vor allen weil es schon ähnlich Fälle gegeben hat, wo Leichen jahrelang unentdeckt blieben, quasi in direkter Nachbarschaft zu dichter Bebauung.
Gruß
11:28
Mein Beileid an die Hinterbliebenen
R.I.P
18:43
Es tut mir so unendlich leid für die Familie.
15:50
Für die Fam. ist die Zeit der Ungewissheit vorbei..
so schmerzhaft dieser Tod auch ist, aber nicht wissen, was geschehen ist,
täglich hoffen und wieder enttäuscht sein,
stell ich mir viel, viel schlimmer vor....