Verein beklagt Abwanderung der Jugend

„Riesige Probleme“ bei der Versorgung der Sportvereine mit Hallenzeiten beklagt jetzt auch der erste Vorsitzende des Bogensport-Club Mülheim-Heißen, Dr. Heinz Korth. Er plädiert dafür, das Angebot einer neuen Dreifach-Turnhalle nicht auszuschlagen.

„Es gibt einfach zu wenige Hallen in der Stadt.“ Der Bogensportverein, der viel Platz benötigt, stehe als Folge vor dem Dilemma, dass potenzielle Mitglieder auf eine Warteliste gesetzt werden müssen. Kinder und Jugendliche, die gerne Mitglied werden wollten, seien in Nachbarstädte abgewandert. „In unseren Schnupperkursen wird das Interesse geweckt und der Grundstein für begeisterte sportliche Betätigung gelegt, Nutznießer sind andere Kommunen“, so Korth.

Aber auch der Leistungssport leide unter den begrenzten Bedingungen stark. „Erst durch den Umbau der alten Kegelbahn im Friedrich-Wennmann Bad zu einem Trainingsraum haben wir Bedingungen geschaffen, die ein ausreichendes Training der Leistungsträger unabhängig von den uns zur Verfügung stehenden Hallenzeiten zuließ“, so Korth. Der aktuelle Sanierungsbedarf im Bad bereitet den Bogenschützen daher größte Sorgen: „Sollte anstelle einer Badsanierung der Abriss in Betracht kommen, bedeutete das für uns den Verlust der Trainingsstätte und wäre nicht nur in finanzieller Hinsicht katastrophal.“

Die Stadt, so der Appell des Vorsitzenden, sollte in der Diskussion um die neue Sporthalle dem Namen „Sportstadt Mülheim“ gerecht werden.