Unternehmer fordern sachliche Debatte über TTIP

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Der Unternehmerverband fordert einen sachlichen Umgang mit dem Freihandelsabkommen TTIP und den Abbau von Vorurteilen beim Thema. „Gerade für die heimische Wirtschaft bietet der Handel mit Amerika gute Perspektiven. Unsere regionale Industrie stellt genau jene qualitativ hochwertigen Produkte her, die der amerikanische Markt braucht“, erklärt der Vorstandsvorsitzende der Unternehmerverbandsgruppe, Wim Abbing, zu den laufenden Verhandlungen zwischen USA und EU. Die Unternehmerverbandsgruppe hat einstimmig eine Resolution verabschiedet, die das große Potenzial des Handels mit Amerika unterstreicht.

Den vielen TTIP-Kritikern treten die Unternehmer entgegen: „Anstatt die Chancen für Wachstum und Arbeitsplätze sowie Sicherheit und Stabilität in den Blick zu nehmen, werden Ängste geschürt. Das Gerede von ‚Chlorhühnchen‘ und einem einseitigen Abbau von europäischen Verbraucherstandards hat bei einigen Bürgern zur Verunsicherung geführt“, heißt es in der Resolution. Die regionale Wirtschaft sei deswegen in der Pflicht, Aufklärungsarbeit zu leisten, schließlich profitierten gerade Unternehmen und hiesige Arbeitsplätze vom freien Handel. „Die TTIP-Gegner nehmen leichtfertig in Kauf, dass wir unsere europäischen Einflussmöglichkeiten auf die Globalisierung verspielen“, kritisiert Vorstandsvorsitzender Abbing. Statt die Fakten des Handels in den Blick zu nehmen, seien vielfach ungerechtfertigte Vorurteile anzutreffen.

„Die transatlantische Wirtschaft sichert Millionen von Arbeitsplätzen auf beiden Seiten des Atlantiks. Auch in unserer Region sind tausende Arbeitsplätze vom Handel mit Amerika abhängig“, betont Abbing. Deswegen müssten Deutschland und Europa bei den Gesprächen klug verhandeln. Die Interessen der europäischen Verbraucher seien Richtschnur. Dabei dürften jedoch nie die Chancen vergessen werden.

Vor dem Hintergrund der TTIP-Gespräche hat der Unternehmerverband den US-Botschafter John B. Emerson am Donnerstag, 28. Mai, zu einem nicht öffentlichen Diskussionsabend im Duisburger Haus der Unternehmer eingeladen.