Über 6000 Euro bei der WAZ-Aktion

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Abgerechnet wird erst am Schluss, doch die Familienhebammen dürfen sich schon jetzt über ein hübsches Sümmchen für ihre Arbeit freuen, das nicht nur bei der WAZ-Aktion „Jolanthe 2015“ am Neujahrstag zusammengekommen ist. Über 4000 Euro sind es schon jetzt, die sich aus dem Losverkauf und der amerikanischen Versteigerung des Überraschungskorbs sowie Einnahmen des „Franky’s“ beim „Neujährchen“ zusammensetzen.

Jeder Euro ist willkommen

Die Mülheimer Sparkasse hat sich spontan dazu entschlossen, den Familienhebammen zusätzlich 2000 Euro aus ihren Spendentopf zu stiften. Wer die vier Hebammen bei ihrer wichtigen Familienarbeit unterstützen möchte, kann das tun: Jeder Euro ist willkommen. (Bankverbindung, siehe Infobox.)

Wie berichtet, kümmern sich die Mülheimer Familienhebammen vor allem um Familien, die einen besonderen Beratungs- und Unterstützungsbedarf haben, etwa um sehr junge und unerfahrene Eltern, um minderjährige Mütter, Frauen aus anderen Kulturen, oder auch um Eltern, die Probleme mit ihrer Rolle als Vater oder Mutter haben.

Die Familienhebammen sorgen von der Schwangerschaft bis zum ersten Lebensjahr des Kindes dafür, dass das Baby einen sicheren Start ins Leben bekommt und haben dafür in den letzten Jahren ein umfangreiches Netzwerk aufgebaut. Das Spendengeld wird vor allem in Projekte für junge Schwangere und junge Mütter fließen. So wollen die Familienhebammen zusätzliche Geburtsvorbereitungskurse für ganz junge Mädchen und für Frauen aus anderen Kulturen anbieten. Dazu sollen Matten und Bälle angeschafft werden. Für geplante (kostenlose) Babymassage-Kurse werden Wärmelampen benötigt. Außerdem sollen Baby-Tragehilfen (Tragetücher und Tragesäcke) und Baby-Autoschalen angeschafft werden, die von den Familien gegen Gebühr ausgeliehen werden können. Darüber werden wir im Laufe des Jahres berichten.

Die WAZ-Spenden-Aktion „Jolanthe“ – so heißt das bunte Sparschwein – zugunsten eines guten Zwecks wurde schon in den 1980er Jahren ins Leben gerufen, aber seit inzwischen 25 Jahren gibt es ein „Neujährchen“ in der Nähe des Wasserbahnhofs, zudem die Ruhr-River-Jazzband alljährlich aufspielt. Am 1. Januar 1991 als Bürgertreff zu Neujahr von der Stadt in den Ruhranlagen ins Leben gerufen, damals noch zugunsten der Russlandhilfe, stieg im Jahr darauf die WAZ-Redaktion mit ein: Auf der Schleuseninsel wurde gar ein lebendes, gespendetes Ferkel versteigert. 1000 Besucher samt Oberbürgermeisterin fanden sich zum Neujährchen am 1. Januar 1992 ein. Unterstützt wurde damals mit den Spendengeldern übrigens ein Krankenhaus in Tansania.