Traumhafte Tänze aus dem Orient

Farbenfroh ging es in der Show „Alegria“ in der RWE-Halle zu. 130 Tänzerinnen zeigten fast 30 verschiedene Choreographien.
Farbenfroh ging es in der Show „Alegria“ in der RWE-Halle zu. 130 Tänzerinnen zeigten fast 30 verschiedene Choreographien.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
130 Frauen und ein Mann begeisterten mit der Show „Alegria“ die Zuschauer in der RWE-Halle. Sie zeigten: Bauchtanz gibt es in vielen Varianten.

Mülheim.. Bauchtanz ist nicht gleich Bauchtanz. Wie viele Arten des orientalischen Tanzes es gibt, zeigten am Samstagabend rund 130 Tänzerinnen und ein Tänzer bei einer temporeichen und farbenprächtigen Show in der RWE-Halle. Neben dem klassischen ägyptischen Tanz bekam man Choreographien zu sehen, die Elemente von Salsa, Flamenco, Rumba, Swing, Bollywood, Modern Dance, Videoclip-Dancing oder auch Hip Hop mit denen des Bauchtanzes kombinierten. Zwischendurch wurde auch Tanztheater im orientalischen Stil geboten. Schön war das alles anzusehen, rhythmische Musik und tänzerische Darbietungen rissen mehrere Hundert Zuschauer mit.

Trommler Al Hilal aus Ägypten hatte den Startschuss für das Programm „Alegria“ gegeben, das die Mülheimer Tanzschulleiterin Mona Okon und ihre Tanzlehrerinnen mit verschiedenen Formationen aus ihrem „Tanzparadies“ einstudiert hatten. Allein 32 Choreographien hatte Okon selbst für diesen Abend geschrieben, aber auch Stücke ihrer Mitarbeiterinnen oder Gäste wurden aufgeführt. Dass viel Arbeit in der fantasievollen Show steckte, wurde schnell deutlich, aber auch, mit wie viel Herz die Tänze einstudiert worden waren und nun aufgeführt wurden.

Eine märchenhafte Szenerie

Im Reich von 1001 Nacht wähnte sich der Zuschauer, die traumhaften bunten Kleider mit ihren glitzernden Pailletten und klimpernden Goldmünzen sorgten für eine märchenhafte Szenerie. Farbenfrohe Tücher, Fächer, Flügel wirbelten durch die Luft, bei manchen Choreographien kamen Tamburine und Zimbeln zu Einsatz.

Beeindruckend beim orientalischen Tanz: Jedes Körperteil macht etwas anderes, zeitgleich müssen Kopf, Schultern, Hüften, Arme, Hände, Füße und Beine in die verschiedensten Richtungen bewegt und diese Bewegungen miteinander in Einklang gebracht werden. Mona, ihrer Mentorin Mojgan und ihren Schülerinnen gelang das mit Anmut. Die Damen, zwischen 16 und 70 Jahre alt, präsentierten sich mal richtig vollblütig und mal ganz grazil, aber immer sinnlich. Weibliche Rundungen wurden nicht versteckt, mit jeder Figur lässt es sich schließlich tanzen. Dass orientalischer Tanz aber nicht nur Frauensache sein muss, bewies Gasttänzer Pierre Moussa. Bei seiner libanesischen Folklore zeigte er sich trotz Männerbauch extrem beweglich in dem Hüften.

Ein orientalischer Basar lud vor der Show und in der Pause zum Stöbern ein. Neben Kleidung aus dem Orient, konnte man prunkvollen Schmuck oder glitzernde Ballettschläppchen und Tanzschuhe erwerben. Händler Ahmed Khalifa ist aus Berlin angereist. Ich habe schon gut verkauft“, freut er sich. Orientalisch speisen konnte man auch: Es gab ägyptische Speisen und arabisches Gebäck.