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Tödlicher Unfall mit Mini-Motorrad Nicht für die Straße zugelassen

20.06.2007 | 08:59 Uhr

16-Jähriger trug keine Schutzkleidung Der Jugendliche, der am Dienstagabend bei einem Verkehrsunfall in Dümpten ums Leben kam (WAZ berichtete), fuhr ein so genanntes Pocketbike. Wie die Polizei gestern mitteilte, war der 16-Jährige entgegen der Einbahnstr

bk WAZ-INTERVIEW Der tragische Unfall wirft Fragen auf. Dr. Achim Kuschefski, Sprecher des Essener Instituts für Zweiradsicherheit (ifz), über die kleinen Motorräder.

Was ist ein Pocketbike?

Kuschefski: Das sind sehr kleine, motorisierte Zweiräder, die in eine Tasche gepackt werden können. Sie haben keine Straßenverkehrszulassung und dürfen auch nur auf einem Privatgelände betrieben werden.

Warum?

Kuschefski: Pocketbikes haben keine Lichtanlage, keine Blinker, kein Bremslicht. Und weil sie so klein sind, werden sie von anderen Verkehrsteilnehmern so gut wie gar nicht wahrgenommen.

Wie schnell können denn diese Fahrzeuge sein?

Kuschefski: Das richtet sich nach der Motorisierung, aber 50 km/h können sie erreichen.

Ist das neuer Trend?

Kuschefski: Pocketbikes gibt es schon seit gut drei, vier Jahren. Das ifz hat sehr selten damit zu tun. Es gibt eine Szene, die Rennen mit Pocketbikes fährt. Diese Rennen werden auf Rennstrecken oder abgesperrten Plätzen betrieben, etwa auf Kartstrecken.

Tragen die Fahrer dann Schutzkleidung?

Kuschefski: Selbstverständlich. Bei Rennen oder Geschicklichkeitsübungen ist das Tragen von Helm und Schutzkleidung Pflicht.

Interview: Bettina Kutzner

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