Thomas Funke ist der neue Chef

Polizeirat Thomas Funke (mi.) mit der Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr und dem Leitenden Polizeidirektor Rainer Pannenbäcker (re.)
Polizeirat Thomas Funke (mi.) mit der Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr und dem Leitenden Polizeidirektor Rainer Pannenbäcker (re.)
Foto: WAZ FotoPool

Mülheim.. Polizeirat Thomas Funke ist beruflich schon ziemlich herumgekommen im Land. Man könnte sagen, mit seinem Dienstantritt in Mülheim schließt sich ein Kreis: Der 46-Jährige, gebürtiger Duisburger, ist jetzt Leiter der Polizei in Mülheim. Er ist der neue Chef der 150 uniformierten Beamten im Wach- und Wechseldienst, im Bezirks- und Schwerpunktdienst, und folgt damit auf Ralf Kluxen, der zum LKA wechselte.

Thomas Funke, offiziell nun Leiter der „Polizeiinspektion Mülheim“, wie das Stadtgebiet seit der Fusion polizeiintern geführt wird, hat den Beruf des Polizisten von der Pike auf gelernt, seit er 1985 den Beruf wählte. Nach Stationen im Ruhrgebiet, aber auch im Westfälischen und im Münsterland, mal mit und mal ohne Uniform, war er in den letzten fünf Jahren beim „Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten“ (LAFP) der Polizei in Münster überregional tätig. Funke bildete dort Führungskräfte mit aus und beriet Behörden. Jetzt ist er selbst wieder an der Basis, in der ureigenen Polizeiaufgabe auf der Straße und im engen Kontakt mit dem Bürger. „Da freue ich mich drauf.“

Erstmal ausgiebig umsehen

Thomas Funke war der Wunschkandidat der Polizeiführung. „Eine Persönlichkeit, der wir die Stadt Mülheim anvertrauen können“, sagte Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr, die Funke „Erfahrung, Augenmaß und polizeiliches Geschick“ attestiert. Thomas Funke, dessen Inspektionsgebiet sich mit den Stadtgrenzen deckt, weiß um die Befindlichkeiten einer Bürgerschaft, die bis vor wenigen Jahren noch ein eigenes Polizeipräsidium hatte. „Ich gehe davon aus, dass das hier noch ein Thema sein wird.“

Funke wuchs in Vreden nahe der niederländischen Grenze auf, wo er heute mit seiner Familie lebt. Er wird pendeln, plant aber, sich ausgiebig in der Umgebung umzusehen, um seinen neuen Wirkungskreis kennenzulernen. Dazu dürfte die Stadt dem sportlichen Polizeichef, früher Leichtathlet, heute Lauf- und Radsportler, viele Gelegenheiten bieten.