Tengelmann: Zukunft weiter unsicher

Neue Unruhe im Mülheimer Traditionsunternehmen Tengelmann: Mit „Unverständnis und Enttäuschung“ habe das Unternehmen die Absage des Bundeskartellamtes aufgenommen, heißt aus der Konzernzentrale in Speldorf. Wie überregional berichtet, hatte das Kartellamt die Übernahme der Supermarkttochter Kaiser’s Tengelmann durch Edeka abgelehnt.

Die Entscheidung der Wettbewerbsbehörde führe „leider zu größter und vor allem vermeidbarer Unsicherheit bei unseren 16 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Kaiser’s Tengelmann, die nun weiterhin um ihren Arbeitsplatz bangen statt sich auf eine sichere Zukunft im Edeka-Verbund verlassen zu können“. Nach wie vor sei es Ziel, das Supermarktunternehmen als Ganzes in andere Hände zu geben und unter allen Umständen eine Zerschlagung und den damit verbundenen Verlust vieler Arbeitsplätze zu vermeiden. Das Unternehmen betreibt aktuell fünf Supermärkte im Mülheimer Stadtgebiet. Erst im Dezember 2014 hatten die Beschäftigen vor der Konzernzentrale an der Wissollstraße für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze protestiert und 8000 Postkarten mit ihrer Forderung „Eigentum verpflichtet“ an die Geschäftsführung überreicht. Nach der Absage des Kartellamtes geht das Bangen für die Beschäftigten nun weiter.