Telekom verweigert DSL-Service
11.08.2009 | 09:00 Uhr 2009-08-11T09:00:00+0200Der Nachbarsweg im Uhlenhorst muss sich derzeit noch mit ISDN zufriedengeben.
Dieter Wellfonder (72) wohnt im Nachbarsweg im Uhlenhorst. Eigentlich eine gute Lage, doch hat er ein Problem: „Wenige Meter von meinem Haus entfernt führt ein Glasfaserkabel vorbei, mit dem ich zu Hause DSL einrichten könnte.” Die Telekom aber weigere sich, die letzten Meter Glasfaserkabel in seine direkte Nachbarschaft zu verlegen. „Mir wurde gesagt, das würde sich für sie nicht lohnen”, so Wellfonder. Andere Unternehmen wären angeblich gesetzlich nicht in der Lage, die letzten Meter bis zum Telefonanschluss zu verkabeln, da nur die Telekom das Recht dazu habe. So muss sich der ehemalige IT-Experte mit dem wesentlich langsameren ISDN- Anschluss zufriedengeben.
Bei der Telekom stößt seine Empörung auf Unverständnis. Aus der Pressestelle lässt man verlauten, dass die Telekom allein für das Glasfaserkabel auf einem Kilometer 50 000 Euro zahle. Ohne Arbeitskosten, Tiefbau und anderer Hardware. Somit lohne sich der Ausbau für die Telekom nicht. Schließlich sei man ein kommerzielles Unternehmen. Zwar habe die Telekom die Hoheit über die „letzte Meile” Kabel, doch könnte diese sehr wohl von anderen Unternehmen angemietet werden, falls sie das wünschten und es sich für sie lohne. Für die Telekom sei dies allerdings definitiv ein Verlustgeschäft.
Dieter Wellfonder möchte das nicht akzeptieren: „Ich habe selbst schon im Tiefbau gearbeitet und weiß, was ein solcher Bau kostet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für die Telekom ein Verlustgeschäft sein soll. Und wenn doch, sollte dies kundenfreundlich hingenommen werden.”
Fakt ist, dass die Telekom gesetzlich nicht zum DSL- Service verpflichtet ist.

07:28
Noch etwas zu dieser journalistischen Glanzleistung:
Der Nachbarsweg liegt keineswegs am Uhlenhorst, sondern führt von Saarn über Selbercker Gebiet zum Entenfang, Er streift den Uhlenhorst nicht einmal. Was Glasfaser mit DSL zu tun hat, entschließt sich wohl nur dem IT-Experten und dem Redakteur der WAZ.
Wenn man sich mal ansieht, wo Herr Welfonder wohnt, wird man feststellen, dass das mitten im Wald ist, kurz vor dem Ende des Nachbarsweg schon fast auf Duisburger Gebiet. Soll die Telekom nach Assicht der WAZ tatsächlich jeden Kotten mit neuester Übertragungstechik ausstatten? Da hat man doch mal wieder versucht, der großen Konkurrenz (der WAZ Konzern ist ja ja klar auch auf diesem Gebit unterwegs) eins auszuwischen. Plumper gehts wirklich nicht!
00:05
Wahlweise könnte Herr Wellfonder sich auch einen Knopf an die Backe nähen und ein Klavier dranhängen!
Mal ehrlich: Wie groß ist das Sommerloch in diesem Jahr eigentlich? Und was kommt als nächstes? Ein Bericht über Herrn Wellfonders Nachbar, der all sein Geld vor der Krise in eine bescheidene Wohnimmobilie investiert hat, nun von der Bankenwelt geschröpft aber ein karges Dasein im Uhlenhorst fristet und vor lauter Hunger keinen Stuhlgang mehr hat? Es ist doch echt erbärmlich, mit welcher Sch.... man hier belästigt wird.
Aber igrndwie ist das ja wohl die Konsequenz der desaströsen Arbeitsbilanz eines auf ganzer Linie gescheiterten WAZ-Marketingchefs, der sich nun zum Ziel gesetzt hat, ganz Mülheim in den Abgrund zu reißen. Deshalb hier nochmal ein Hinweis, um wen es sich handelt: http://www.youtube.com/watch?v=5ZWeZK1AW6g
23:18
@7
Benutzt Unitymedia die Leitungen der Telekom? Ich hatte testweise eine Hausnummer vom Nachbarsweg gecheckt, da war Verfügbarkeit gegeben.
Bevor ich mir Satelliten-DSL hole, würde ich lieber mal die Empfangsmöglichkeiten von Vodafone oder o2 prüfen.
21:56
@6
Hirnfried!
Wenn kein (DSL) - Kabel liegt, wird auch die Verbr....bande von Unitymedia keines ihrer Proll-Rundumversorger-Pakete anbieten können...
Aber wenn ISDN geht, warum dann nicht mal über ein Satelliten-DSL nachdenken, der Upload geht beim 1 - 2 MB DSL auch kaum über ISDN-Geschwindigkeiten hinaus!
20:50
Warum mit der Telekom rumärgern? Am Nachbarsweg sollte doch ein Kabelanschluss möglich sein. Lösung: Unitymedia, 25 € monatlich für Festnetz-Flat, DSL-Flat mit 20.000 kbit/s und Digital TV mit 70 Kanälen.
11:48
Sorry
Herr Wellfonder hat eine eine sehr gute Wohnlage gewählt. Leider hat er vergessen sich vorher schlau zu machen. Ob alle seine Wünsche auf Kosten aller Telekomkunden realisierbar sind.
Internet ist auch über ISDN verfügbar. Manchmal sogar schneller als bei verschiedenen DSL -Anbietern.
11:15
Was hat bitte DSL mit dem wenige Meter entfernten Glasfaserkabel zu tun?
In welchem Jahrzehnt war der gute Mann denn Fachmann im IT-Bereich - und in welchem Fachgebiet? Oder hat der anonyme Reporter keine Ahnung vom Thema und würfelt die Begriffe munter durcheinander?
Wer sich eine Unterkunft mitten im Grünen leisten kann, muss auch bei der Anbindung seines Domizils höhere Preise in Kauf nehmen oder Alternativen nutzen. Er kann sich doch einen Kostenvoranschlag von der Telekom machen lassen und dann über das Preis- Leistungsverhältnis nachdenken. Auf seine Rechnung stellen die den Anschluss sicherlich gerne zur Verfügung.
10:41
Herr Wellfonder hat eine eine sehr gute Wohnlage gewählt. Leider hat er vergessen sich vorher schlau zu machen. Ob alle seine Wünsche auf Kosten aller Telekomkunden realisierbar sind.
Internet ist auch über DSL verfügbar. Manchmal sogar schneller als bei verschiedenen DSL -Anbietern.
10:14
sommerloch! wieder werden die probleme eines einzelnen hier ausgetreten.. mit welcher absicht, ist klar.
dieser sogenannte it-experte, der nicht wissen will das glasfaserkabel ungeeignet sind für dsl, wollte den leser benutzen, wie dumm hält der uns?
pfui!
09:50
1. Die Zeiten, in denen die Telekom (früher deutsche Post) für 65 Mark einen Telefonanschluß wohin auch immer gelegt hat, sind vorbei. Es war politisch so gewollt, dass das ehemalige Staatsunternehmen eine Aktiengesellschaft wird und somit in erster Linie den Aktionären verpflichtet ist. Verlustbringende Geschäfte sind zu vermeiden.
2. DSL hat nichts mit Glasfaserkabeln zu tun. DSL wird über die normalen Kupferleitungen an den Kunden geliefert. Technisch bedingt hat DSL begrenzte Reichweiten. Das Problem von Herrn Wellfonder am Nachbarsweg ist, dass er zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt wohnt und die Telekom nicht mal so eben neue Vermittlungsstellen in den Wald bauen wird.