Teiche bieten Nähstoffe für die Ruhr

Holthausen/Menden..  Mehrere Pumpen entschlammen gerade die Teiche im Witthausbusch. Das Ergebnis sehen Spaziergänger auch in den nächsten Wochen noch in der Ruhr. „Dort bildet sich nördlich der Mendener Brücke, neben dem Leinpfad, eine mächtige Schlammfahne. Das Zeug gehört doch abtransportiert in eine Kläranlage“, meint Horst Fregiehn. Der Leser wohnt in der Nähe und beobachtet die Arbeiten im beliebten Naherholungsgebiet.

„Mit dem behutsamen Auspumpen der Teiche geben wir der Ruhr wieder die Nährstoffe, die der Fluss eigentlich braucht“, erklärt dazu Andreas Pape vom Amt für Verkehrswesen und Tiefbau. „Wir haben von der Bezirksvertretung 1 den Auftrag erhalten, die Teiche behutsam zu entschlammen und naturnah herzurichten“, fügt Pape hinzu. Daher arbeiteten jetzt mehrere Pumpen in den stehenden Gewässern. Diese wirbelten dosiert den Schlamm auf, damit er über den Lohbach in die Ruhr abfließen kann. Dabei fließe nun auch der Schlamm ab, der sich in den Teichen abgesetzt hatte und diese verlanden ließ. „Die Ruhr verträgt diese Nähstoffe und verteilt sie im Flusslauf. Die Aufsichtsbehörden haben ebenfalls keine Bedenken“, sagt Andreas Pape.

Ohne Teiche würde der Lohbach Erde direkt in die Ruhr mitnehmen. Die kleinen Seen verringern die Fließgeschwindigkeit, die transportierten Sedimente sinken, die Teiche verlanden. Andreas Pape: „In einigen Wochen ist das Wasser wieder klar. Dann wird auch die Umgebung hergerichtet.“