Tanzbare Odyssee am Mülheimer Ringlokschuppen

Sie trafen genau den Geschmack des Publikums: Die Mitglieder der Band „Doctor Krapula“, die aus Kolumbien zum Ringlokschuppen gekommen waren, um mit Rockgitarren und Ska-Rhythmen politische Botschaften zu transportieren.
Sie trafen genau den Geschmack des Publikums: Die Mitglieder der Band „Doctor Krapula“, die aus Kolumbien zum Ringlokschuppen gekommen waren, um mit Rockgitarren und Ska-Rhythmen politische Botschaften zu transportieren.
Foto: MARTIN KERSTAN FOTOGRAFIE / FUNK
Was wir bereits wissen
Bereits zum 17. Mal machte die Reihe von Funkhaus Europa hier Halt. Zwei weitere Open-Air-Konzerte folgen

Mülheim.. Musik aus aller Welt – draußen und umsonst. Bereits zum 17. Mal machte die Konzertreihe „Odyssee“ am Ringlokschuppen Halt. In diesem Jahr hat sich das Open-Air-Roadfestival von Funkhaus Europa, dem Global-Pop-Radiosender des WDR, das Ruhrgebiet als Bühne ausgesucht. Neben Mülheim sind auch Bochum, Hagen und Recklinghausen Veranstaltungsorte der Funkhaus Europa-Konzertreihe.

Den Auftakt in diesem Jahr machte „Doctor Krapula“. Die fünfköpfige Band aus Kolumbien heizte dem Publikum, das überaus zahlreich erschienen war, am Freitagabend mit Rockgitarre und Ska-Rhythmen ein. Amazonien ist die Heimat der „Doctor Krapula“-Musiker und zugleich ihre große Liebe. Das spiegelt sich auch in ihrer Musik wider: Die fünf Bandmitglieder transportieren politische Botschaften mit Hilfe von Rockgitarren und Ska-Rhythmen, angereichert mit Melodien der Amazonasbewohner.

Stimmung in Mülheim immer besonders gut

Auch die Vorband „Banda Senderos“ brachte die Drehscheibe mit Reggae und lateinamerikanischer Musik zum Beben. „Es war schon sehr früh sehr voll“, freut sich Claudia Saerbeck, die beim Ringlokschuppen für die Organisation des Odyssee-Festivals zuständig ist. „Sonst kommen die Mülheimer immer eher später am Abend.“ Generell aber, so Claudia Saerbeck, sei die Stimmung in Mülheim immer besonders gut, so dass Mitveranstalter Funkhaus Europa alle Konzerte immer in Mülheim aufzeichnet.

„Die Acts suchen wir Kulturschaffenden gemeinsam mit den Mitarbeitern von Funkhaus Europe“, sagt Claudia Saerbeck über die Planung des Festivals. „Wir schauen schon, was gerade angesagt ist und auch, welche lokale Vorband zum Hauptakt passen könnte.“

Trost für die fehlende Funkhaus Europa-Party

Dass es die große Funkhaus Europa-Party am Ringlokschuppen nicht mehr gibt, darüber sind viele Fans traurig. Umso mehr freut es die treuen Anhänger, dass ihnen die Odyssee-Reihe erhalten geblieben ist. „Es ist immer wieder toll, wenn hier an der Drehscheibe wieder mal richtig was los ist“, sagt Besucherin Linda, die mit ihren Freundinnen die lauen Abendtemperaturen genießt. „Das Wetter ist super, die Musik ist super, es ist einfach ein toller Abend.“ Auch kulinarisch hatten die Veranstalter wieder einiges aufgetischt. Von orientalischen Speisen über Bratwurst bis hin zu Cocktails und anderen leckeren Getränken – verhungern oder verdursten mussten die Besucher nicht.

Auch an den kommenden beiden Wochenenden gibt es im Rahmen des Roadfestivals Odyssee weitere Open-Air-Konzerte. Am Freitag, den 17. Juli, stehen zunächst „Riders Connection“ und dann „Bukahara“ auf der Bühne am Ringlokschuppen. Und am Freitag, 24. Juli treffen die „Sierra Leone´s Refugee Allstars“ auf „Hainz Ratz und Strom und Wasser“. Beginn der Konzerte ist jeweils um 19.30 Uhr. Eintritt frei


Seit 1999
tourt das Open-Air-Festival „Odyssee“ von Funkhaus Europa durch die Metropole Ruhr. Vom 8. bis 25. Juli stehen zwölf Konzerte in Bochum, Hagen, Mülheim und Recklinghausen an.

Präsentiert werden unter dem Motto „Musik der Metropolen“ tanzbare Sounds von Berlin bis Kolumbien, von Essen bis Sierra Leone, von Kongo bis Chile.

Ende August startet dann das Open-Air-Kino im Ringlokschuppen. Am 26. August ist „Fack ju Göthe“ zu sehen, einen Tag später dann „Madame Mallory und der Duft von Curry“, am 28. August folgen dann „Monsieur Claude und seine Töchter“. Beginn jeweils um ca. 21.30 Uhr, Eintritt frei.